Überblick
Die Universität Oldenburg bietet mit dem Bachelorstudiengang Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft ein spezialisiertes Studienangebot in Oldenburg an. Das Programm richtet sich insbesondere an Personen mit Flucht- oder Migrationserfahrung und bereitet auf eine professionelle Tätigkeit im sozial- und erziehungswissenschaftlichen Bereich vor. Im Zentrum steht die Verknüpfung vorhandener biographischer Potenziale mit wissenschaftlichen Kompetenzen für eine vielfältige Gesellschaft.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Ob in der Schulsozialarbeit, der Migrationsberatung oder der beruflichen Arbeitsmarktintegration: Der Fach-Bachelor Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft an der Universität Oldenburg qualifiziert zielgerichtet für professionelle Tätigkeiten in pädagogischen Berufsfeldern. Das Angebot wendet sich unter anderem an Geflüchtete und Personen mit Migrationshintergrund, um an deren akademische Erfahrungen, sprachliche Kompetenzen und biographische Ressourcen anzuschließen. Der Studiengang umfasst 15 aufeinander abgestimmte Module und wird in einer Regelstudienzeit von vier Semestern absolviert.
Studieninhalte & Module
Die Studieninhalte verbinden erziehungswissenschaftliche Grundlagen mit sozialpädagogischen Fragestellungen und internationalen Vergleichen:
- Grundlagen der Pädagogik, Migrationspädagogik und Sozialpädagogik
- Bildungs-Sozialsystem und Bildungs-/Sozialpolitik
- Pädagogische Professionalität sowie Sozialisationsinstanzen und Lebensphasen
- Pädagogik in gesellschaftlichen Differenzverhältnissen (Erkennen von Differenz- und Machtverhältnissen)
- Rechtsgrundlagen und Verwaltungshandeln
- Sozialpädagogische Beratung und Kommunikation
- Aufgaben und Methoden pädagogischer Berufs- und Handlungsfelder
- Forschungsmethoden
- (Erziehungs- und Sozial-) Wissenschaftliche Fachsprache Deutsch
- Praktikumsmodul (15 KP) und Wahlmodul aus dem Professionalisierungsbereich (z. B. Managing Diversity, Schulsozialarbeit)
- Bachelorabschlussmodul (Bachelorarbeit und Kolloquium)
Berufsperspektiven
Die Studienziele orientieren sich an den Anforderungen in Praxis- und Handlungsfeldern der Sozialpädagogik wie Erziehung, Familienhilfe, Sozialberatung, Bildungs- und Jugendarbeit sowie Schulsozial- und Migrationsarbeit. Weitere Tätigkeitsfelder finden sich in kulturellen Einrichtungen sowie in der Beratung zur beruflichen Orientierung und Arbeitsmarktintegration. Die Absolventinnen und Absolventen werden befähigt, eigenständig zum Abbau von Zugangs- und Kommunikationsbarrieren in der Migrationsgesellschaft beizutragen.
Besonderheiten
Der Studiengang berücksichtigt spezifisch Bildungsbiographien mit Unterbrechungen und setzt an den komparativen Möglichkeiten der Studierenden an. Durch alle vier Semester zieht sich ein speziell konzipiertes unterstützend-reflektierendes Angebot zur wissenschaftlichen Fachsprache Deutsch. Zudem werden exklusiv für diese Studierendengruppe entwickelte Module mit gemeinsamen Modulen des B.A. Pädagogik kombiniert.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassung von Studienanfängern
- Kompetenzen laut Zugangsordnung - Deutschkenntnisse mindestens auf dem Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens - Fremdsprachliche Kenntnisse in einer für aktuelle Migrationsprozesse relevanten Sprache mindestens auf dem Niveau C2 des Europäischen Referenzrahmens
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester