Überblick
Der englischsprachige Masterstudiengang Iranian and Persianate Studies an der Universität Göttingen beleuchtet vertieft die Geschichte, Sprache und Kultur des iranisch-persischen Einzugsgebiets. Das Studium betrachtet dabei nicht nur den Iran, sondern erstreckt sich geografisch von Zentralasien über den Kaukasus bis nach Süd- und Südostasien. Eine Besonderheit in Göttingen stellen die Spezialisierung auf indo-persische Kultur sowie praxisnahe Fachexkursionen in die untersuchten Regionen dar.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Geschichte, Gesellschaft, Sprache und Kultur des iranischen sowie persisch geprägten Kulturraums vermittelt der englischsprachige Masterstudiengang „Iranian and Persianate Studies“ an der Universität Göttingen vertieftes Fachwissen über Iran und angrenzende Regionen. Der konsekutive Studiengang umfasst vier Semester, schließt mit dem Master of Arts ab und bietet die Möglichkeit, das Studium individuell nach eigenen Vorkenntnissen und Forschungsschwerpunkten zu strukturieren. Das regionale Blickfeld reicht dabei von Iran über den Kaukasus, Usbekistan, Tadschikistan und Afghanistan bis nach Pakistan und Indien.
Studieninhalte & Module
Das Studium kann flexibel als Mono-Master (78 Credits) oder als Kombinations-Master mit einem oder zwei Modulpaketen studiert werden. Die Kernbereiche umfassen:
- Intensive Quellenstudien: Arbeit mit Originalquellen in moderner oder klassischer persischer Sprache zu historischen Epochen, religiösen Phänomenen, indopersischer Kultur sowie Handschriften- und Dokumentenkunde.
- Erweiterte Iranistik-Module: Veranstaltungen zu weiteren iranischen Sprachen, Didaktik des Persischen sowie Exkursionen.
- Interdisziplinäre Wahlmodule: Angebote aus Nachbardisziplinen wie Islamwissenschaft, Religionswissenschaft, Indologie oder Digital Humanities.
- Forschungsmethodik: Spezifische Module zur wissenschaftlichen Methodik und Vorbereitung auf die Masterarbeit.
- Schlüsselkompetenzen: Praxisorientierte Sprachkurse (z. B. Fachsprache, Deutschkurse für internationale Studierende) und individuelle Kompetenzentwicklung.
Berufsperspektiven
Der Studiengang qualifiziert für eine wissenschaftliche Laufbahn sowie für Tätigkeiten in Forschungs- und Kultureinrichtungen, der Erwachsenenbildung und bei internationalen Organisationen. Weitere Beschäftigungsfelder liegen in der interkulturellen Beratung, im Tourismus, im Übersetzungsbereich sowie in der Sozialarbeit und Migrationshilfe. Ein jährlich stattfindender „Career Information Day“ unterstützt die Studierenden frühzeitig bei der beruflichen Orientierung und Netzwerkerstellung.
Besonderheiten
- Spezifischer Forschungsschwerpunkt: Besonderer Fokus auf die indopersische Kultur sowie interdisziplinäre Kurse zu Zentralasien und dem Kaukasus in Kooperation mit der Osteuropäischen Geschichte.
- Exkursionen: Angebot von Studienreisen nach Iran, Usbekistan, Georgien oder Indien.
- Praxis- und Sprachorientierung: Vermittlung von Berufsfeldkompetenzen wie Fachsprache und Didaktik des Persischen als Fremdsprache.
- Flexibilität: Integration von Praktika, Auslandssemestern und externen Sprachkursen in den Studienverlauf möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester