Überblick
Der Masterstudiengang Translatologie an der Universität Leipzig vermittelt vertiefte theoretische und praktische Kompetenzen im professionellen Fachübersetzen. Studierende bereiten sich in der sächsischen Buch- und Universitätsstadt gezielt auf anspruchsvolle Tätigkeiten im internationalen Sprach- und Informationstransfer vor. Eine Besonderheit des Bildungsangebots bildet die Option auf internationale Doppelabschlüsse und Auslandssemester an europäischen Partnerhochschulen.
Studieninhalte
Ob als freiberufliche Fachübersetzer:in für Technik und Recht oder im Terminologiemanagement internationaler Unternehmen: Der Masterstudiengang Translatologie an der Universität Leipzig bereitet gezielt auf ein breites Feld der interkulturellen Fachkommunikation vor. Der viersemestrige, weiterführende Master of Arts baut in der Regel auf einem translationsbezogenen Bachelorstudium auf, steht bei entsprechenden Sprachkenntnissen aber Absolvent:innen aller Fachrichtungen offen. Das Studium umfasst 120 Leistungspunkte und kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit absolviert werden.
Über den Studiengang
Der Masterstudiengang Translatologie vertieft theoretisch-methodische Kenntnisse sowie anwendungsorientierte Kompetenzen in der Fachübersetzung und angrenzenden Bereichen. Die Ausbildung orientiert sich an Deutsch als A-Sprache und mindestens einer gewählten Arbeitsfremdsprache (B-Sprache). Die Zulassung ist frei von NC-Beschränkungen, setzt jedoch das Bestehen einer Eignungsfeststellungsprüfung voraus.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich in einen Kernbereich (60 LP), einen Wahlbereich (30 LP) und die Masterarbeit (30 LP). Folgende Schwerpunkte prägen die Inhalte:
- Fachübersetzen: Methoden und Strategien zur zweck- und adressatengerechten Übertragung von Fachtexten in den gewählten Sprachoptionen (Arabisch, Englisch, Französisch oder Spanisch).
- Sprach- und Übersetzungstechnologie: Einsatz moderner Arbeitsmittel und Technologien für Translation, Terminologie und Übersetzungsmanagement.
- Angewandte Linguistik & Interkulturelle Fachkommunikation: Vermittlung von Kenntnissen zum Wissenserwerb und -transfer sowie zu kulturellen Zusammenhängen.
- Terminologie- und Lexikographie: Methoden des Terminologiemanagements und der praxisbezogenen Datenerfassung.
- Qualitäts- und Projektmanagement: Abläufe und Qualitätssicherung bei komplexen Sprachdienstleistungen.
- Wahlbereich Translatologie: Ausbau einer zweiten Arbeitsfremdsprache (auch Galicisch oder Katalanisch) oder Belegung von Modulen wie Digital Humanities und spezifischen Sachfächern.
Berufsperspektiven
Absolvent:innen arbeiten teils selbstständig oder angestellt in Übersetzungsbüros, bei Sprachdienstleistern, in Unternehmen, Behörden und internationalen Organisationen. Hauptsächlich übertragen sie Fachtextsorten aus Bereichen wie Technik, Recht, Wirtschaft, Finanzen, Medizin oder Pharmatie. Zunehmend eröffnen sich auch Aufgabenfelder im Terminologie- und Wissensmanagement, der Software- und Videospielelokalisierung sowie bei multimedialen Anwendungen wie der Untertitelung.
Besonderheiten
- Vielfältige Kombinationen: Option zum Studium zweier Arbeitsfremdsprachen, dem Erlernen einer neuen Sprache (z. B. Baskisch, Portugiesisch) oder der Kombination mit Digital Humanities.
- Authentische Lernumgebung: Technische Ausstattung mit Arbeitsplätzen und professioneller Software für Übersetzen, Terminologie und Management.
- Praxis und Internationalität: Ein Praktikum kann angerechnet werden; zudem ist ein Studienaufenthalt im Ausland möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Eignungsfeststellungsprüfung
Bitte informieren Sie sich zu den studiengangspezifischen Immatrikulationsvoraussetzungen in Ihrem gewünschten Studiengang unter www.uni-leipzig.de/studienangebot
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester