Überblick
Der Bachelorstudiengang Förderschwerpunkt Sehen für das Lehramt an Berufskollegs an der TU Dortmund bereitet angehende Lehrkräfte gezielt auf die pädagogische Begleitung von sehbeeinträchtigten und blinden Jugendlichen sowie Erwachsenen vor. Am Standort Dortmund liegt der Fokus auf der Förderung beruflicher Teilhabe und der barrierefreien Gestaltung von Bildungsprozessen im Berufskolleg. Das Studium verbindet rehabilitationswissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Konzepten für die berufliche Qualifizierung.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Die Schnittstelle der Fachgebiete Sonderpädagogik und Berufsbildung bildet das Fundament für den Studiengang „Förderschwerpunkt Sehen – Lehramt an Berufskollegs“ an der TU Dortmund. Der zulassungsfreie Bachelorstudiengang der Fakultät Rehabilitationswissenschaften umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und schließt mit dem Bachelor of Arts (B.A.) ab. Das Studium vermittelt Kompetenzen, um Schüler*innen und Menschen, die im Laufe ihrer Schullaufbahn oder ihres Berufslebens erblinden oder eine Sehbeeinträchtigung entwickeln, individuell zu unterstützen.
Studieninhalte & Module
- Grundlagen der visuellen Wahrnehmung: Entwicklung des Sehens sowie Ursachen und Formen von Sehbeeinträchtigungen und Blindheit.
- Diagnostische Verfahren: Durchführungen der funktionellen und funktionalen Seh-Diagnostik.
- Assistive Technologien & Hilfsmittel: Berufsbezogene Hilfsmittelberatung und Einsatz spezieller Techniken wie der Braille-Schrift.
- Berufsbezogene Didaktik & Methoden: Pädagogische Maßnahmen für den inklusiven Unterricht mit Fokus auf Praxisbezug und berufliche Teilhabe.
- Kooperation & Netzwerke: Interdisziplinäre Arbeit in multiprofessionellen Teams sowie Zusammenarbeit mit Betrieben, Ausbilder*innen, Eltern und Integrationsfachdiensten.
Berufsperspektiven
Mit dem Bachelor of Arts erwerben Studierende einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss für vielfältige pädagogische und außerpädagogische Tätigkeitsfelder. Für die spätere Zulassung zum Schuldienst und den Eintritt in den Vorbereitungsdienst ist jedoch ein anschließender Master of Education (M.Ed.) notwendig. Alternativ steht den Absolvent*innen der weiterführende Masterstudiengang Rehabilitationswissenschaften offen.
Besonderheiten
- Genehmigungspflicht & Beratung: Das Studium dieses Förderschwerpunkts für die Schulform Berufskolleg setzt eine jährliche Ausnahmegenehmigung des Ministeriums voraus; aufgrund eingeschränkter Einsatzmöglichkeiten wird ein Beratungsgespräch im DoKoLL dringend empfohlen.
- Verpflichtende Praxisphasen: Integriert sind ein Eignungs- und Orientierungspraktikum (mindestens 25 Tage an einer Schule) sowie ein Berufsfeldpraktikum (mindestens 4 Wochen, in der Regel außerschulisch).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester