Überblick
An der Universität Heidelberg vermittelt der Bachelorstudiengang Computerlinguistik fundierte Kenntnisse an der Schnittstelle von Sprachwissenschaft und Informatik. Studierende lernen am Standort Heidelberg, wie Algorithmen, statistische Verfahren und künstliche Intelligenz eingesetzt werden, um menschliche Sprache maschinell zu analysieren. Das Studium überzeugt durch flexible Kombinationsmöglichkeiten der Studienfächer sowie eine starke Orientierung an der Praxis.
Studieninhalte
Wie kann menschliche Sprache automatisch von Computern verarbeitet, verstanden und für moderne Technologien nutzbar gemacht werden?
Über den Studiengang
Der Bachelorstudiengang Computerlinguistik an der Universität Heidelberg untersucht die mathematischen und logischen Eigenschaften natürlicher Sprache. Die Studierenden erlernen algorithmische sowie statistische Verfahren, um Verfahren zur automatischen Sprachverarbeitung zu entwickeln. Als wichtiger Innovationstreiber der künstlichen Intelligenz verbindet das Studium sprachwissenschaftliche Grundsatzfragen mit hochaktuellen IT-Anwendungen.
Studieninhalte & Module
Das Studium vermittelt theoretische Grundlagen und praktische Fähigkeiten im Umgang mit Sprache und großen Datenmengen. Zu den Kernbereichen gehören:
- Verpflichtende Programmierkurse und Softwareprojekte: Praktische Ausbildung zur Entwicklung computerlinguistischer Anwendungen.
- Statistische und informatische Verfahren: Einsatz von Logik, neuronalen Netzen und Methoden des Deep Learning.
- Linguistische Modellierung: Modellieren von Wortbedeutungen und Erkennen grammatischer Satzstrukturen.
- Komplexe Anwendungsfelder: Maschinelle Übersetzung, Frage-Antwort-Systeme, automatische Textzusammenfassung, Argumentanalyse und Überprüfung faktischer Richtigkeit.
- Berufspraktikum: Einbindung praxisrelevanter Erfahrungen in den Studienverlauf.
Berufsperspektiven
In der Industrie entwickeln Absolventinnen und Absolventen maßgeschneiderte Lösungen für die sprachbasierte Informationsverarbeitung, etwa in den Bereichen Websuche, Wissensextraktion, Sprachlernsoftware oder Auskunftssysteme. Zudem steht der Weg in die Forschung offen, um neue Modelle an Universitäten oder in Unternehmensabteilungen zu entwickeln. Auch in interdisziplinären Feldern wie den Digital Humanities oder den Lebenswissenschaften (eSciences) sind die Fachkenntnisse zur automatischen Text- und Datenanalyse gefragt.
Besonderheiten
- Praxisnahe Ausbildung: Verpflichtende Softwareprojekte und Praktika bieten gute Kontakte zu Unternehmen in der Rhein-Neckar-Region, auch für externe Abschlussarbeiten.
- Frühe Forschungseinbindung: Studierende können als wissenschaftliche Hilfskräfte in Forschungsprojekten mitwirken und an Forschungsseminaren sowie externen Vortragsreihen teilnehmen.
- Interdisziplinäre Vernetzung: Enge Kooperationen bestehen mit der Heidelberger Informatik, dem Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR), dem HITS (Heidelberger Institut für Theoretische Studien), dem Institut für Deutsche Sprache Mannheim und der TU Darmstadt.
- Flexibilität: Das Fach kann als Bachelor mit unterschiedlichen Gewichtungen (100%, 75%, 50% oder 25%) studiert werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Sprachnachweise: Kenntnisse der englischen Fachsprache und einer weiteren historischen oder modernen Fremdsprache
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester