Überblick
Der Masterstudiengang Psychologie: Rechtspsychologie an der Psychologischen Hochschule Berlin qualifiziert Studierende für anspruchsvolle Aufgaben an der Schnittstelle von Psychologie und Justiz. Im Fokus der Ausbildung in Berlin stehen die forensische Diagnostik, die Beurteilung von Zeugenaussagen sowie familienrechtliche und kriminologische Fragestellungen. Die Kombination aus rechtspsychologischer Expertise und klinischen Grundlagen bietet eine optimale Voraussetzung für eine spätere Gutachtertätigkeit oder die Arbeit im Strafvollzug.
Studieninhalte
Wie lassen sich klinisch-psychologische Diagnostik und rechtspsychologisches Fachwissen nutzen, um fundierte Gutachten für Gerichte zu erstellen und kriminaltherapeutische Behandlungsansätze zu gestalten?
Über den Studiengang
Der konsekutive Vollzeit-Studiengang Psychologie: Rechtspsychologie (M.Sc.) an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) umfasst vier Semester und schließt mit 120 ECTS-Punkten ab. Die Ausbildung verbindet rechtspsychologische Schwerpunkte mit klinischen Inhalten und qualifiziert Studierende direkt im Anschluss an ein Bachelorstudium der Psychologie für die rechtspsychologische Berufstätigkeit. Der Studienbeginn liegt jeweils im Wintersemester.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum vereint Forschungsmethoden, psychologische Diagnostik sowie klinische Störungs- und Verfahrenslehre mit spezifischen rechtspsychologischen Anwendungsfeldern. Folgende Kernmodule sind Bestandteil des Studiums:
- Modul 1: Forschungsmethoden und Evaluation
- Modul 2: Psychologische Diagnostik und Begutachtung
- Modul 3: Wissenschaftliche Vertiefung der Grundlagenfächer
- Modul 4: Klinische Psychologie: Spezielle Störungs- und Verfahrenslehre
- Modul 5: Einführung in die Rechtspsychologie und die rechtspsychologische Forschung
- Modul 6a: Aussage- und Familienrechtspsychologische Begutachtung
- Modul 6b: Straffälligenbegutachtung und -behandlung
- Modul 7: Rechtspsychologische Vertiefung
- Modul 8: Praktikum (450 Workload-Stunden)
- Modul 9: Masterprojekt mit Kolloquium (30 CP)
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen werden auf anspruchsvolle forensisch-psychologische Tätigkeiten in der Praxis vorbereitet. Das Aufgabengebiet umfasst insbesondere die Erstellung psychologischer Gutachten in der Aussage-, Familienrechts- und Straffälligenbegutachtung. Zudem befähigt der Abschluss zum Einsatz von Methoden der Kriminaltherapie und klinischen Behandlungsansätzen in entsprechenden Institutionen.
Besonderheiten
Die Auswahl der Studierenden erfolgt an der PHB nicht ausschließlich über einen Numerus Clausus, sondern zieht die persönliche Eignung in individuellen Auswahlgesprächen heran. Das Studium beinhaltet ein umfangreiches Praktikum von 450 Stunden. Die monatlichen Studienkosten liegen bei 934 Euro für die Regelsemester.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Eine erfolgreiche Bewerbung für den Studiengang setzt voraus: einen Abschluss eines Bachelorstudiums in Psychologie einer Universität oder einer Fachhochschule oder einen als gleichwertig anerkennbaren Abschluss einer Universität oder Fachhochschule, wobei der Anteil der psychologischen Studieninhalte (einschließlich Statistik und Methodenlehre) mindestens 90 ECTS-Kreditpunkte betragen muss.
Im Rahmen des Bachelorstudiums sollten alle für ein erfolgreiches Masterstudium nötigen inhaltlichen und methodischen Grundlagen der Psychologie in angemessenem Umfang absolviert worden sein. Dazu zählen: Statistik und Forschungsmethoden, Psychologische Diagnostik und Testtheorie, Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Differentielle / Persönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie und Biologische Psychologie. Einzelne fehlende Grundlagen können als Brücken- oder Zusatzkurse nachträglich an der PHB belegt werden.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester