Überblick
Das Staatsexamensstudium Lehramt für Sonderpädagogik an Grund- und Förderschulen an der Universität Rostock bereitet umfassend auf die individuelle Begleitung und Unterrichtung von Kindern mit Förderbedarf vor. Die Ausbildung in der Hansestadt Rostock verbindet bildungswissenschaftliche Grundlagen und sonderpädagogische Vertiefungen direkt mit der Didaktik für Grundschuldeutsch und Grundschulmathematik. Dadurch erwerben die Studierenden das nötige Fachwissen, um sowohl an klassischen Förderschulen als auch im inklusiven Unterricht an Grundschulen tätig zu werden.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Sonderpädagogik, Bildungswissenschaften sowie den Grundschulfächern Deutsch und Mathematik bereitet der Studiengang „Lehramt für Sonderpädagogik an Grund- und Förderschulen“ an der Universität Rostock auf die Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen vor. Das Studium schließt mit der 1. Staatsprüfung ab und vermittelt Kompetenzen für die präventive Förderung, Diagnostik, Beratung sowie den Unterricht an Förder- und Regelschulen. Dabei verknüpft die Ausbildung theoretische Grundlagen eng mit fachdidaktischen und inklusionsspezifischen Anforderungen.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich in verschiedene Fachbereiche und Praxismodule:
- Sonderpädagogik (114 LP): Umfasst fachrichtungsübergreifende Pflichtmodule (93 LP, z. B. medizinische Grundlagen, Psychologie, Unterrichtsmodelle, Schriftspracherwerb) sowie zwei frei wählbare Förderschwerpunkte (21 LP gesamt) aus den Bereichen geistige Entwicklung, Lernen, Sprache oder emotionale und soziale Entwicklung.
- Grundschuldeutsch und Grundschulmathematik (57 LP): Erwerb und Spezifizierung fachdidaktischer Kenntnisse für den Unterricht in inklusiven Grundschulkontexten.
- Bildungswissenschaften (48 LP): Vermittlung von Kenntnissen in Allgemeinen Erziehungswissenschaften, Schulpädagogik, Pädagogischer Psychologie sowie einem Wahlpflichtbereich (z. B. Diagnostik, Sozial- oder Medienpädagogik).
- Staatsexamen (24 LP): Vorbereitung und Durchführung der Prüfungen zur 1. Staatsprüfung.
- Praktika (18 LP): Umfasst ein Hospitationspraktikum, angeleitete Einzelförderung sowie angeleiteten Klassenunterricht zur ersten praktischen Wissensanwendung.
- Profilbereich (9 LP): Adressiert Querschnittsthemen wie Heterogenität, Inklusion, Deutsch als Zweit-/Fremdsprache, Digitalisierung, Gewaltprävention, Kinderschutz und Demokratiebildung.
Berufsperspektiven
Der erfolgreiche Abschluss der 1. Staatsprüfung berechtigt zur Aufnahme des Referendariats (Vorbereitungsdienst) für das Lehramt an Förderschulen sowie an Regelschulen im Rahmen der Inklusion. Die Einsatzgebiete umfassen unterrichtende, diagnostische, beratende und präventive Tätigkeiten. Da das Staatsexamen einem Masterabschluss gleichwertig ist, eröffnet es zudem den Zugang zu einer Promotion.
Besonderheiten
Der Studiengang weist keine Zulassungsbeschränkung auf (zulassungsfrei), wodurch eine direkte Einschreibung zum Wintersemester möglich ist. Neben der allgemeinen Hochschulreife ist der Nachweis über die Teilnahme am CCT-Selbsterkundungsverfahren Pflicht; internationale Bewerbende müssen zudem Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester