Überblick
Die Universität Oldenburg bietet mit dem Modellstudiengang Humanmedizin eine zukunftsorientierte Ärzteteilausbildung im niedersächsischen Oldenburg an. Das Studium verzichtet auf die strikte Trennung von Vorklinik und Klinik und setzt stattdessen auf eine fächerübergreifende Lehre mit frühem Patientenkontakt. Eine weitere Besonderheit ist die enge Kooperation mit der niederländischen Rijksuniversiteit Groningen.
Studieninhalte
Wie lässt sich ein Medizinstudium durch eine praxisnahe, fächerübergreifende Ausbildung und die frühe Einbindung von Patientenkontakten modern gestalten?
Über den Studiengang
Der grundständige Modellstudiengang „Humanmedizin“ an der Universität Oldenburg führt zum medizinischen Staatsexamen und zeichnet sich durch eine konsequente Patient*innenorientierung ab dem ersten Studienjahr aus. Anstelle einer strikten Trennung von Vorklinik und Klinik werden theoretische Grundlagen, klinische Inhalte und die medizinische Praxis von Beginn an eng miteinander verknüpft. Ab dem Wintersemester 2026/27 stehen für diesen kompetenzbasierten Studiengang jährlich 200 Studienplätze zur Verfügung.
Studieninhalte & Module
In den ersten drei Studienjahren werden physikumsrelevante Grundlagen und klinische Inhalte vermittelt, woraufhin das Äquivalent des ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (M1) abgelegt wird. Das Studium gliedert sich in folgende Kernbestandteile:
- Interdisziplinäre Module: Integrierte Vermittlung naturwissenschaftlicher, klinischer und ärztlich-praktischer Inhalte.
- Patientennahe Praxis: Unterricht am Krankenbett und Praktika in Allgemeinmedizinpraxen ab dem 1. Studienjahr sowie vertiefende Blockpraktika ab dem 3. Studienjahr.
- Longitudinaler Pfad 1: Professionelle Entwicklung und interprofessionelles Handeln.
- Longitudinaler Pfad 2: Klinisch-praktische Fertigkeiten, Kommunikation und Beratung.
- Longitudinaler Pfad 3: Forschung und Wissenschaft.
- Wahltracks: Angebote zur individuellen Schwerpunktsetzung und Entfaltung persönlicher Interessen.
Berufsperspektiven
Mit dem erfolgreichen Abschluss und der staatlichen Approbation stehen Absolvent*innen Weiterbildungen in 33 Fachgebieten offen, um in Kliniken, medizinischen Versorgungszentren oder eigenen Praxen zu arbeiten. Zudem eröffnen sich Berufsfelder außerhalb der direkten Patient Versorgung, etwa in der Forschung und Lehre, der Pharmaindustrie, bei Krankenkassen sowie in Bereichen wie Public Health, Medizinjournalismus oder Medizin-Informatik.
Besonderheiten
- Modellstudiengang: Weicht durch die enge Verknüpfung von Vorklinik und Klinik von der regulären Struktur der Approbationsordnung ab.
- Kooperation mit den Niederlanden: Seit dem Wintersemester 2012/13 besteht eine Kooperation mit der Rijksuniversiteit Groningen, die es Studierenden unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht, einen Teil des Studiums dort zu absolvieren.
Zulassung & Voraussetzungen
bundesweite Zulassungsbeschränkung
Folgende Abschlüsse berechtigen zum Studium der Humanmedizin: - Allgemeine Hochschulreife - Allgemeine Fachhochschulreife in Verbindung mit einer der u. g. Berufsausbildung - Fachhochschulreife der Fachoberschule in der Fachrichtung Gesundheit (NICHT Gesundheit und Soziales!) - Fachhochschulreife der Fachoberschule in der Fachrichtung Gesundheit und Soziales, Schwerpunkt Gesundheit-Pflege - Z-Prüfung Medizin - Berufliche Vorbildung bestehend aus dreijähriger Berufsausbildung und dreijähriger Berufstätigkeit in den folgenden Berufen:
Gesundheits- und Krankenpfleger/in Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in Hebamme/Entbindungshelfer Medizinische/r Fachangestellte/r Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester