Überblick
An der Universität Heidelberg bietet der Masterstudiengang Nahoststudien im malerischen Heidelberg eine fächerübergreifende Auseinandersetzung mit dem Orient. Besonderes Merkmal des Bildungsangebots ist die Synergie aus Islamwissenschaft und Jüdischen Studien zur Erforschung kultureller und gesellschaftlicher Überschneidungen. Studierende vertiefen dabei sowohl historische als auch gegenwärtige Dynamiken der Region unter Einbezug relevanter Quellensprachen.
Studieninhalte
Das Alleinstellungsmerkmal des Masterstudiengangs Nahoststudien an der Universität Heidelberg ist das gleichgewichtige Joint-Degree-Konzept in Kooperation mit der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, das islamwissenschaftliche und judaistische Perspektiven vereint und den Fokus gezielt auf die Kontakte zwischen jüdischen und muslimischen Kultur- und Gesellschaftsformationen richtet.
Über den Studiengang
Der viersemestrige, konsekutive Masterstudiengang vermittelt eine sozial-, kultur- und geisteswissenschaftliche Erschließung des Vorderen Orients in synchroner und diachroner Perspektive. Er richtet sich an Absolventinnen und Absolventen der Islamwissenschaft, der Jüdischen Studien sowie verwandter Fächer mit entsprechenden quellensprachlichen Vorkenntnissen. Das Studium verbindet philologisch-historische mit sozial- und geisteswissenschaftlichen Methoden und bietet Raum für eine individuelle Profilbildung.
Studieninhalte & Module
Die Modulstruktur schlägt sich in zwei gleichgewichteten Fachschwerpunkten sowie einer intensiven Sprachausbildung nieder:
- Fachschwerpunkt „Islamischer Naher Osten“: Verankert am Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients (Islamwissenschaft).
- Fachschwerpunkt „Jüdischer Naher Osten“: Vertretung durch den Ben-Gurion-Stiftungslehrstuhl für Israel- und Nahoststudien sowie weitere judaistische Fächer.
- Sprachausbildung: Erlernen bzw. Vertiefen des modernen Hebräischen in Kombination mit einer weiteren nahöstlichen Sprache (Arabisch, Türkisch oder Persisch).
- Methodenkomplex: Fundierte geistes- und sozialwissenschaftliche Methodenausbildung unter Berücksichtigung des Methodenpluralismus beider Fachtraditionen.
Berufsperspektiven
Der Studiengang vermittelt den Studierenden eine umfassende regionalwissenschaftliche und forschungsorientierte Bildung. Er bietet weitreichende Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation in der Hochschul- und Forschungslandschaft. Die vertieften Sprach- und Fachkenntnisse bereiten zudem auf anspruchsvolle interdisziplinäre Tätigkeitsfelder im regionalwissenschaftlichen Kontext vor.
Besonderheiten
- Joint Degree: Gemeinsam getragenes Studienangebot der Universität Heidelberg und der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.
- Kein Begleitfach: Der Studiengang beinhaltet kein Begleitfach und ist selbst nicht als Begleitfach studierbar.
- Mehrsprachigkeit: Die Lehrsprachen sind Deutsch und teilweise Englisch; die Sprachausbildung umfasst zwingend zwei Sprachen der Region.
- Studienbeginn: Die Aufnahme des Studiums ist ausschließlich zum Wintersemester möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
zugangsbeschränkt, siehe Zulassungsordnung
Die Studienoption "Islamischer Naher Osten" setzt sehr gute Kenntnisse (Lesekenntnisse C1) des Hocharabischen, des Türkischen/Osmanischen oder des Neupersischen voraus. Die Studienoption "Jüdischer Naher Osten" setzt sehr gute Kenntnisse des Modernen Hebräischen (Lesekenntnisse C1) voraus.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester