Überblick
An der Evangelischen Hochschule Hessen in Darmstadt kombiniert der Bachelorstudiengang Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit theologische sowie sozialwissenschaftliche Perspektiven. Als Teil einer doppelten Qualifikation führt das neunsemestrige Studium sowohl zur staatlichen Anerkennung in Sozialer Arbeit als auch zur kirchlichen Beauftragung. Studierende lernen, gesellschaftliche Unterstützung mit kirchlichem Gemeindeleben professionell zu verknüpfen.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Soziale Arbeit, Theologie und Gemeindepädagogik bereitet der grundständige Studiengang „Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit“ an der Evangelischen Hochschule Hessen auf vielfältige Aufgaben im kirchlichen, diakonischen und gesellschaftlichen Raum vor. Das Studium ist als Vollzeit-Doppelbachelor über neun Semester (240 ECTS) angelegt und verknüpft sozialarbeiterische Kompetenzen mit theologisch-diakoniewissenschaftlicher Bildung. Der gebührenfreie und NC-freie Studiengang wird an den Studienstandorten Darmstadt und Schwalmstadt-Treysa angeboten.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum deckt sowohl die Grundlagen der Sozialen Arbeit als auch spezifische gemeindepädagogische und theologische Handlungsfelder ab. Zu den Kernmodulen zählen:
- Theologische Grundlegung: Kommunikation des Evangeliums, Ethische Kartografien und ethische/theologische Entwürfe
- Kirche und Religion: Religion – Grundlegungen und empirische Perspektiven sowie Kirche – Gemeinde und Diakonie im öffentlichen Raum
- Pädagogik und Seelsorge: Religionspädagogisches Handeln in verschiedenen Lebensaltern, Seelsorglich handeln und Liturgisches Handeln
- Sozialarbeitswissenschaft: Einführung in Gegenstand, Geschichte, Theorien und Methoden Sozialer Arbeit, Soziale Sicherung und sozialanwaltliches Handeln sowie Soziale Ausschließung und Partizipation
- Bildung und Forschung: Bildung und Lernen, Kulturelle, künstlerisch-ästhetische Bildung, Subjekt – Sozialisation – Entwicklung und Forschendes Lernen
- Professionalisierung: Diakonisch-gemeindepädagogische Professionalitäts- und Identitätsbildung sowie die Bachelorarbeit mit Bachelorkolloquium
Berufsperspektiven
Durch die breite Qualifikation stehen Absolventinnen und Absolventen Berufswege im Raum von Kirche und Diakonie sowie in den klassischen Feldern der Sozialen Arbeit offen. Mögliche Tätigkeitsbereiche umfassen die Kinder-, Jugend-, Familien- und Altenarbeit, die Erwachsenenbildung, Seelsorge und die Arbeit mit Ehrenamtlichen in Gemeinden, Dekanaten oder bei freien und öffentlichen Trägern. Die Qualifikation erfüllt zudem die Voraussetzungen für eine spätere kirchliche Beauftragung als Diakon:in bzw. Gemeindepädagog:in (z. B. in der EKHN oder EKKW).
Besonderheiten
- Doppelbachelor: Erwerb von zwei akademischen Abschlüssen („Soziale Arbeit (B.A.)“ sowie „Diakonik/Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit (B.A.)“).
- Doppelte Anerkennung: Beinhaltet sowohl die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter:in / Sozialpädagog:in als auch die kirchliche Anerkennung.
- Hoher Praxisanteil: Insgesamt 1.800 Stunden Praxiszeit (entspricht zwei Semestern), verteilt auf vier Module inklusive eines halbjährigen Blockpraktikums.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
hochschulinternes Auswahlverfahren
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester