Überblick
Der Masterstudiengang Holztechnik für das Lehramt an berufsbildenden Schulen an der Leibniz Universität Hannover bereitet angehende Lehrkräfte gezielt auf den Unterricht im holzverarbeitenden Gewerbe vor. Das Studium in der niedersächsischen Landeshauptstadt verbindet vertieftes ingenieur- und handwerkswissenschaftliches Fachwissen mit einer praxisnahen Lehramtsausbildung. Die Studierenden erwerben umfassende Kompetenzen, um theoretische und praktische Lerninhalte an beruflichen Schulen professionell zu vermitteln.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Der erfolgreiche Abschluss des Masterstudiengangs Holztechnik (Master of Education) an der Leibniz Universität Hannover qualifiziert vorrangig für den Einstieg in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen. Der viersemestrige Studiengang schließt an ein passendes Bachelorstudium (wie Technical Education) an und vertieft fertigungstechnische, gestalterische sowie betriebsplanerische Inhalte der Holzverarbeitung. Die Absolventinnen und Absolventen studieren die berufliche Fachrichtung Holztechnik (42 Leistungspunkte) in Kombination mit einem zweiten Unterrichtsfach und erwerben umfassende unterrichtspraktische und didaktische Kompetenzen.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum kombiniert berufsbezogene Fachwissenschaften mit einer systematischen Fachdidaktik:
- Betriebsplanung und Organisation: Betriebswirtschaftliche und organisatorische Abläufe in holzverarbeitenden Betrieben.
- Fertigungstechnik Holz 3: Vertiefung fertigungstechnischer Prozesse in Handwerk und Industrie.
- Bau- und Möbelgestaltung: Konstruktive und gestalterische Inhalte im Möbel- und Innenausbau.
- Bauschäden: Analyse und Bewertung von bautechnischen Mängeln.
- Fachdidaktik 2 & 3: Analyse von Arbeits- und Geschäftsprozessen, Erarbeitung schulischer Curricula sowie die konkrete Gestaltung von Lerneinheiten für die berufliche Erstausbildung.
- Fachpraktikum: Praktische Erprobung im Unterricht und Durchführung von Forschungsvorhaben an einer Berufsschule.
- Wahlpflichtbereich: Module wie Gestaltungstechnik, Technische Darstellung oder Bauwirtschaft (Kostenplanung, Projektmanagement).
Berufsperspektiven
Die primäre Laufbahn ist der Eintritt in das Referendariat und die anschließende Tätigkeit als Lehrkraft an berufsbildenden Schulen. Außerhalb des Schuldienstes bieten sich Karrieremöglichkeiten im Bereich der Berufsbildung bei Verbänden und Kammern. Zudem schafft der Abschluss die Voraussetzung für eine spätere Promotion im wissenschaftlichen Sektor.
Besonderheiten
- Vorausgesetztes Schulpraktikum: Vor Studienbeginn muss ein mindestens vierwöchiges Schulpraktikum an einer berufsbildenden Schule abgeleistet worden sein.
- Flexibler Beginn: Die Aufnahme des zulassungsfreien Studiums ist sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester möglich.
- Internationalität: Ein Auslandsaufenthalt kann integriert werden, ist jedoch nicht verpflichtend.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Zugangsvoraussetzung ist ein qualifizierter Abschluss eines Bachelorstudiengangs mit einer der beruflichen Fachrichtungen Bautechnik, Elektrotechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, Holztechnik, Lebensmittelwissenschaft, Metalltechnik oder Ökotrophologie, mit Berufs- und Wirtschaftspädagogik (einschließlich Schulpraktikum) und mit einem der Unterrichtsfächer Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Evangelische Religion, Katholische Religion, Mathematik, Physik, Politik, Sport oder Sozial-/Sonderpädagogik in der beruflichen Bildung.
Zudem ist der Nachweis einer, bezogen auf die gewählte berufliche Fachrichtung, einschlägigen abgeschlossenen Berufsausbildung nachzuweisen oder fachrichtungsbezogene Praktika im Umfang von 52 Wochen Vollzeittätigkeit. Liegen die geforderten beruflichen Praktika bei der Bewerbung noch nicht in vollem Umfang vor, kann die Zulassung unter der Auflage erfolgen, den vollständigen Nachweis bis zum Masterabschluss zu erbringen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester