Überblick
Der Bachelorstudiengang Umweltmeteorologie an der Leibniz Universität Hannover verbindet klassische meteorologische Grundlagen mit drängenden ökologischen Zukunftsfragen. Die Studierenden analysieren atmosphärische Prozesse unter dem Einfluss menschlichen Handelns und befassen sich intensiv mit Themen wie Stadtklima, Luftreinhaltung sowie erneuerbaren Energien. Diese in Deutschland einmalige Ausbildung am Standort Hannover schafft eine fundierte Schnittstelle zwischen Natur- und Ingenieurwissenschaften.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als in Deutschland einzigartiger Bachelorstudiengang kombiniert die Umweltmeteorologie an der Leibniz Universität Hannover die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Meteorologie mit einer starken Fokussierung auf Umweltaspekte sowie das Umweltingenieurwesen. Im Mittelpunkt stehen atmosphärische Zustände und Prozesse, die durch menschliche Eingriffe bedingt sind, wie beispielsweise die Hitzebelastung in Städten oder die Nutzung von Windenergie. Studierende lernen die Wechselwirkungen zwischen Erdoberfläche, Atmosphäre, Boden, Pflanzen und Tieren zu verstehen und wissenschaftlich zu analysieren.
Studieninhalte & Module
Das sechssemestrige Studium gliedert sich in einen Pflichtbereich (155 ECTS) und einen Wahlpflichtbereich (25 ECTS), wobei der meteorologische Anteil insgesamt über 90 ECTS umfasst. Zu den Kernmodulen gehören:
- Grundlagen der Meteorologie: Einführung in die Meteorologie und Klimatologie, Theoretische Meteorologie und Grenzschichtmeteorologie.
- Umweltmeteorologie: Stadtklimatologie, Regenerative Energiesysteme, Agrarmeteorologie und Biometeorologie.
- Mathematik und Physik: Mathematisch-physikalische Grundausbildung für meteorologische Berechnungen.
- Ingenieurwissenschaften: Thermodynamik, Hydrologie und Wasserwirtschaft sowie Strömung in Hydrosystemen.
- Vertiefung (Endphase): Numerische Umweltmeteorologie und Experimentelle Umweltmeteorologie.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen finden vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst, etwa in der kommunalen Stadt-, Regional- und Umweltplanung sowie beim Deutschen Wetterdienst. Darüber hinaus bieten Umweltplanungs- und Ingenieurbüros Tätigkeitsfelder für Gutachten zu Windpotenzialen oder Stadtklima. Auch in der Industrie, beispielsweise bei Herstellern im Bereich der erneuerbaren Energien, sind Expertise in Mess- und Simulationsmethodiken gefragt.
Besonderheiten
Der Studiengang wird in Kooperation mit der Technischen Universität Braunschweig und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg durchgeführt, wobei die Lehrveranstaltungen am Standort Hannover stattfinden oder per Videokonferenz übertragen werden. Das Curriculum schlägt eine Brücke zum Umweltingenieurwesen und ermöglicht einen direkten Zugang zum entsprechenden Masterstudium. Der Studiengang ist zulassungsfrei und ab dem 3. Fachsemester auch in Teilzeit studierbar.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen finden Sie in der Zugangsordnung des Studiengangs: http://www.uni-hannover.de/zugangsordnung
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester