Überblick
An der TU Bergakademie Freiberg vermittelt der Bachelorstudiengang Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie ein tiefgehendes Verständnis über den gesamten Lebenszyklus moderner Werkstoffe. Studierende widmen sich vor allem metallischen Werkstoffen sowie Halbleitermaterialien und erlernen, wie deren innere Struktur die funktionellen Eigenschaften gezielt beeinflusst. Das Studium im sächsischen Freiberg verknüpft technologische Innovationen mit nachhaltigen Konzepten zur Wiederverwertung von Rohstoffen.
Studieninhalte
Wie beeinflussen der Herstellungsprozess und die Mikrostruktur von Materialien deren Eigenschaften und wie lassen sich diese für moderne Technologien und nachhaltiges Recycling gezielt anpassen?
Über den Studiengang
Der Bachelorstudiengang „Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie“ an der TU Bergakademie Freiberg vermittelt natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen zur Erzeugung, Verarbeitung und Anwendung von Werkstoffen. Das siebensemestrige Studium mit dem Abschluss Bachelor of Science legt seinen Schwerpunkt auf metallische Werkstoffe sowie Halbleitermaterialien. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette von der Werkstoffherstellung über den betrieblichen Einsatz bis hin zum Recycling und der Nutzung von Sekundärrohstoffen abgedeckt.
Studieninhalte & Module
In den ersten Semestern erwerben die Studierenden mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Basiskenntnisse. Ab dem 5. Semester erfolgt eine fachliche Spezialisierung über eine von sechs wählbaren Studienrichtungen:
- Grundlagenmodule: Physik, Chemie, Ingenieurwissenschaften sowie Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie.
- Studienrichtung Werkstoffwissenschaft: Zusammenhänge zwischen Kristall- und Mikrostruktur sowie Werkstoffeigenschaften von Metallen, Keramiken und Halbleitern.
- Studienrichtung Werkstofftechnik: Betriebsverhalten, Bauteildesign, Wärmebehandlung, Oberflächentechnik, Korrosionsschutz und Fügetechnik.
- Studienrichtung Nichteisenmetallurgie: Erzeugung, Anwendung und Recycling von Nichteisenmetallen.
- Studienrichtung Stahltechnologie: Herstellung von Roheisen und Stahl sowie Werkstoffoptimierung für verschiedene Einsatzfelder.
- Studienrichtung Gießereitechnik: Gieß- und Formverfahren, Gusswerkstoffe und Prozessabläufe in der Gießereiindustrie.
- Studienrichtung Umformtechnik: Umformverfahren, Modellierung und Simulation von Prozessen sowie Anlagenkonzepte.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen stehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Werkstofferzeugung, -verarbeitung, -anwendung und -entwicklung offen, beispielsweise als Entwicklungs- und Betriebsingenieur oder in der Qualitätssicherung. Zudem bieten sich Tätigkeitsfelder im öffentlichen Dienst bei Bundes- und Landesbehörden, in Berufsgenossenschaften sowie in privaten und öffentlichen Prüfinstituten.
Besonderheiten
- Hoher Praxisbezug: 20 Prozent der Lehrveranstaltungen sind als Praktika gestaltet.
- Industriephase: Ein 13-wöchiges Praktikum in der Industrie oder an einer Forschungseinrichtung ist im 7. Semester integriert.
- Große Spezialisierungsauswahl: Sechs verschiedene Studienrichtungen stehen ab dem 5. Semester zur Auswahl.
- Flexible Studienorganisation: Das Studium kann auch in Teilzeit absolviert werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester