Überblick
Der Bachelorstudiengang Physician Assistant an der Hochschule Neu-Ulm qualifiziert Studierende für eine verantwortungsvolle Mitwirkung in der direkten medizinischen Patientenversorgung an der Schnittstelle zu Ärztinnen und Ärzten. In acht Semestern kombiniert das Studium am Standort Neu-Ulm ein fundiertes naturwissenschaftlich-medizinisches Fundament mit wertvollen praktischen Fähigkeiten sowie Kenntnissen im Gesundheitsmanagement. Durch die enge Verknüpfung von Theorie im kliniknahen Schulungslabor und ausgedehnten Praxisphasen bereitet der Abschluss optimal auf den Einsatz in Krankenhäusern und Praxen vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als praxisnahe Alternative zum klassischen Medizinstudium vermittelt der Studiengang Physician Assistant (B.Sc.) an der Hochschule Neu-Ulm umfassende medizinische und organisatorische Kompetenzen für die direkte Mitwirkung an der Patientenversorgung. In acht Semestern Regelstudienzeit (240 ECTS) bereitet das deutschlandweit von der Bundesärztekammer und Kassenärztlichen Bundesvereinigung anerkannte Studium darauf vor, Ärztinnen und Ärzte bei anspruchsvollen Aufgaben zu entlasten. Der Studienbeginn ist sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester möglich.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich in ein Grundstudium (Semester 1–2), ein Hauptstudium inklusive Famulaturen (Semester 3–6) sowie ein Praktisches Jahr (Semester 7–8). Die Inhalte verteilen sich auf vier Kernbereiche:
- Naturwissenschaftliche Grundlagen: Physik, Chemie, Biologie, medizinische Terminologie, Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie, Pharmakologie, Toxikologie, Mikrobiologie und Hygiene.
- Klinische Medizin: Anamnese, körperliche Untersuchung, Diagnostik, OP-Lehre, Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Neurologie, Psychiatrie, Notfallmedizin und Anästhesiologie.
- Rahmenbedingungen der klinischen Tätigkeit: Medizinrecht, Ethik, Medizintechnik, E-Health, Public Health, Medizininformationssysteme, Medizincontrolling, Prozess- sowie Qualitäts- und Risikomanagement.
- Methoden und Schlüsselqualifikationen: Medizinische Kommunikation, Teamentwicklung, Konfliktmanagement, wissenschaftliches Arbeiten, Statistik, Projektmanagement und Bachelorarbeit.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen arbeiten als Bindeglied im ärztlichen Team und übernehmen delegierte Aufgaben wie die Anamneseerhebung, Diagnostik (z. B. Sonografie, EKG), Wundversorgung oder die Assistenz bei Operationen. Neben der klinischen Patientenbetreuung gehören auch das Prozess- und Stationsmanagement sowie die Erstellung von Reha-Anträgen zu den typischen Tätigkeitsfeldern. Durch die internationale Etablierung des Berufsbildes steht den Graduierten zudem eine berufliche Laufbahn im Ausland offen.
Besonderheiten
- Eigenes Skillslab („DocLab“): Ab dem ersten Semester erlernen Studierende praktische Fähigkeiten wie Katheterisieren, Nähen oder Reanimationsübungen in einer geschützten Simulationsumgebung mit High-Tech-Puppen, Ultraschallgeräten und Video-Debriefing.
- Verkürzung für Gesundheitsfachberufe: Bei einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung im Gesundheitswesen kann das Praktische Jahr um sechs Monate verkürzt werden, sodass sich die Studienzeit auf sieben Semester reduziert.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester