Überblick
Der duale Bachelorstudiengang Physician Assistant an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart qualifiziert erfahrene Fachkräfte aus Gesundheitsberufen für erweiterte medizinische Aufgaben. Im dreimonatigen Wechsel zwischen Hochschullehre und Praxisphasen bei medizinischen Partnern lernen die Studierenden, Ärztinnen und Ärzte im Versorgungsalltag wirksam zu entlasten. Das Studium verbindet fundierte naturwissenschaftlich-medizinische Inhalte mit direkter Anwendung in der Patientenversorgung.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolvent*innen des Studiengangs Physician Assistant entlasten Ärztinnen und Ärzte von Routinetätigkeiten und arbeiten als fester Bestandteil des ärztlichen Teams beispielsweise im OP, in der interdisziplinären Notaufnahme, auf Station oder in Funktionsbereichen. Der seit Oktober 2010 an der DHBW Karlsruhe angebotene duale Vollzeitstudiengang führt in sechs Semestern zum Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.). Er bietet eine strukturierte akademische Weiterqualifizierung für Personen mit einer abgeschlossenen dreijährigen Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf.
Studieninhalte & Module
Das Studium ist stark naturwissenschaftlich-medizinisch geprägt und gliedert sich in theoretische Abschnitte sowie praktische Einsätze bei dualen Partnern. Zu den Kernbereichen und Prüfungsbestandteilen gehören:
- Naturwissenschaftlich-medizinische Grundlagen zur Vorbereitung auf die erweiterte Mitwirkung bei der Patientenversorgung
- Praxisphasen in medizinischen Einrichtungen (unter anderem in den Bereichen OP, Notaufnahme, Funktionsbereiche und Station)
- Praktische Abschlussprüfung mit Fachgespräch, die direkt an „echten“ Patientinnen und Patienten in Kliniken durchgeführt wird
- Bachelorthesis als wissenschaftliche Abschlussarbeit
Berufsperspektiven
Durch den Einsatz von Physician Assistants wird die Effizienz des Personaleinsatzes im Gesundheitswesen gesteigert und Ärztinnen und Ärzte erhalten mehr Freiräume in ihrer Arbeitszeit. Die Absolvent*innen tragen maßgeblich dazu bei, eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung in Kliniken, medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder hausärztlichen Praxen aufrechtzuerhalten. Das Berufsbild orientiert sich an internationalen Vorbildern (z. B. USA, Großbritannien, Niederlande), in denen diese Spezialist*innen bereits seit Jahrzehnten essenzieller Bestandteil der Versorgung sind.
Besonderheiten
- Duales System: Lehrveranstaltungen an der Hochschule und Praxisphasen wechseln sich im festen Drei-Monats-Turnus ab.
- Spezifische Zugangsvoraussetzungen: Neben der Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife mit Delta-Prüfung oder berufliche Qualifizierung) sind eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung im Gesundheitswesen (z. B. Pflegefachkräfte, OTA, MTA, MFA, Physiotherapeut*innen, Notfallsanitäter*innen) sowie ein Studienvertrag mit einem dualen Partner erforderlich.
- Patientennahe Abschlussprüfung: Neben der Bachelorthesis ist eine praktische Prüfung mit Fachgespräch am Patienten ein zentraler Bestandteil des Studienabschlusses.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Die allgemeine oder dem gewählten Studiengang entsprechende fachgebundene Hochschulreife sowie eine abgeschlossene Pflegeausbildung bzw. ein Studien- und Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen oder einer sozialen Einrichtung. Bei zusätzlichem Eignungsnachweis ist der Zugang auch mit Fachhochschulreife bzw. einer beruflichen Qualifizierung nach Vorgaben der Berufstätigenhochschulzugangsverordnung möglich.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester