Überblick
Der Bachelorstudiengang Biotechnologie an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena verbindet naturwissenschaftliche Grundlagen mit ingenieurwissenschaftlicher Anwendung. Am traditionsreichen Wissenschaftsstandort Jena lernen Studierende, wie Mikroorganismen und Biomoleküle für die Herstellung von Medikamenten, nachhaltigen Energieträgern und Lebensmitteln genutzt werden. Das praxisnahe Studium bereitet gezielt auf vielseitige Aufgaben in einer Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Naturwissenschaften und Technik vermittelt der praxisorientierte Bachelorstudiengang Biotechnologie (B.Eng.) an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena die Nutzung von Biomolekülen, Zellen und Organismen für technische Anwendungen. In sechs Semestern Regelstudienzeit lernen die Studierenden, biologische Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Produktionsverfahren – etwa für Medikamente, Biokraftstoffe oder Lebensmittel – zu nutzen. Der zulassungsfreie Studiengang schließt nach Erreichen von 180 ECTS-Punkten mit dem akademischen Grad Bachelor of Engineering ab.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum gliedert sich in naturwissenschaftliche und technische Grundlagenmodule (28 %), biotechnologische Kernmodule (49 %) sowie Praxis und Zusatzqualifikationen (23 %). Nach dem Erwerb von Basiswissen in Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Biologie liegt der Fokus in den höheren Semestern auf spezifischen Fachgebieten.
Zu den biotechnologischen Kernmodulen gehören unter anderem:
- Biochemie und Molekulare Genetik
- Gentechnik und Technische Mikrobiologie
- Bioverfahrenstechnik (Fermentationstechnik und Aufarbeitungstechnik)
- Bioinformatik sowie Biodatenanalyse und Modellierung
- Zell- und Gewebekultivierung
- Bioprozess-MSR-Technik und Prozessanalytik
- GMP (Good Manufacturing Practice)
Im fünften Semester vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse durch individuelle Wahlpflichtmodule. Das sechste Semester umfasst ein Praxismodul und die Bachelorarbeit, die in der Regel in Unternehmen oder externen Forschungseinrichtungen durchgeführt werden.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen sind branchenübergreifend in der Industrie, im gewerblichen Mittelstand sowie in öffentlichen Einrichtungen einsetzbar. Karrierechancen bieten sich insbesondere in der pharmazeutischen und chemischen Industrie, der Lebensmittel- und Umweltschutztechnik, im wissenschaftlichen Gerätebau sowie an Forschungsinstituten. Der Bachelorabschluss qualifiziert zudem für die Laufbahn des gehobenen Dienstes oder für ein weiterführendes Masterstudium, wie beispielsweise Pharma-Biotechnologie.
Besonderheiten
Der Studiengang zeichnet sich durch seine interdisziplinäre Kombination aus naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Inhalten aus. Durch den hohen Praxisbezug – insbesondere das im Studium verankerte Praxismodul in Kooperation mit der Industrie oder Forschungsinstituten – werden die Studierenden direkt auf den Berufseinstieg vorbereitet.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Allgemeine Hochschulreife (Abitur) ODER Fachgebundene Hochschulreife ODER Fachhochschulreife
Studieninteressierte sollten ein ausgeprägtes Interesse für naturwissenschaftliche Fachgebiete, insbesondere für Biologie und Chemie, sowie ein hohes Maß an Begeisterungsfähigkeit für technische Fragestellungen aufweisen. Die Wahl eines naturwissenschaftlichen Profils in der Abiturstufe wird empfohlen. Gute Vorkenntnisse der englischen Sprache erleichtern die Rezeption von Lehrbüchern und Fachpublikationen. Eine positive Einstellung zu Zahlen und Gleichungen ist für das Verständnis, insbesondere der ingenieurwissenschaftlichen Aspekte des Studiums, unabdingbar.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester