Überblick
Der Masterstudiengang Pharma-Biotechnologie an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena widmet sich der Erforschung und Herstellung innovativer Arzneistoffe sowie diagnostischer Testverfahren. Studierende tauchen tief in die Rote Biotechnologie ein, um Krankheitsursachen auf molekularer Ebene zu verstehen und medizinische Wirkstoffe zu entwickeln. Am Thüringer Hochschulstandort Jena bereitet das Studium durch eine stark anwendungsorientierte Ausrichtung optimal auf Fach- und Führungsaufgaben vor.
Studieninhalte
Alleinstellungsmerkmal: Der anwendungsorientierte Masterstudiengang Pharma-Biotechnologie (M.Sc.) an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena fokussiert sich konsequent auf die Rote Biotechnologie – von der Erforschung molekularer Krankheitsursachen über die Diagnostik bis hin zur Entwicklung und Herstellung innovativer Pharmawirkstoffe.
Über den Studiengang
Im Rahmen des viersemestrigen Studiums nutzen die Studierenden die katalytischen Eigenschaften von Biomolekülen, Zellen und Organismen zur Entwicklung moderner Pharmaprodukte, Vakzine und biosensorischer Testsysteme. Die Ausbildung kombiniert wissenschaftliche Vertiefung mit praxisnahen Anwendungsmethoden und schließt mit 120 ECTS-Punkten ab. Der Studienbeginn erfolgt jeweils zum Wintersemester.
Studieninhalte & Module
In den ersten drei Semestern wird ein vertieftes Fachwissen in modernen biotechnologischen Kerngebieten vermittelt, bevor im vierten Semester die eigenständige Forschung erfolgt. Zu den zentralen Kernmodulen gehören:
- Wirkstoffentwicklung: Niedermolekulare Pharmawirkstoffe & Rekombinante Pharmawirkstoffe
- Bioprozesstechnik: Enzymtechnologie, Zellkulturtechnik, Bioverfahrensentwicklung & Bioprozesssteuerung
- Medizinische Grundlagen: Molekulare Physiologie, Pharmakologie und Toxikologie, Virologie & Vakzinologie
- Analytik & Diagnostik: Molekulare Testsysteme, Angewandte Mikrobiologie & Angewandte Bioinformatik
- Rahmenbedingungen: Zulassungsverfahren, Qualitätsmanagement, Scientific Computing & Medizinethik
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen bieten sich sehr gute Karrierechancen in der wachsenden Schlüsselbranche der Roten Biotechnologie, beispielsweise in Biotech- und Pharma-Unternehmen, Diagnostiklaboren oder bei Herstellern von Prozesstechnik. Darüber hinaus stehen Tätigkeiten in Forschungsinstituten, Kliniken, Unternehmensberatungen sowie bei Überwachungs- und Zulassungsbehörden offen. Der Masterabschluss qualifiziert zudem für den höheren Dienst im öffentlichen Sektor und ermöglicht besonders leistungsfähigen Studierenden die anschließende Promotion.
Besonderheiten
- Praxisnahe Ausbildung: Direktes Experimentieren und Lernen in modernen Laboren für Zellkultur, Gentechnik, Enzymtechnologie und Virologie.
- Forschung in der Praxis: Die Masterarbeit im 4. Semester wird in der Regel in Kooperation mit Industrieunternehmen oder Forschungsinstituten absolviert.
- Internationalität & Flexibilität: Das letzte Semester eignet sich besonders für einen Auslandsaufenthalt; zudem bietet das 3. Semester Raum für individuelle Wahlpflichtmodule.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
- Abschluss in einem Bachelor- oder Diplomstudiengang v.a. in den Gebieten Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik, Medizinische Biotechnologie, Pharmazeutische Biotechnologie, Pharmazeutische Chemie, Pharmatechnik, Pharma- und Chemietechnik oder Biopharmazeutische Technologie - Grundlagenkenntnisse der Natur- und Ingenieurwissenschaften - Kenntnisse in den Fachgebieten Biochemie, Prozessanalytik, Gentechnik, Mikrobiologie, Zellbiologie, Bioverfahrenstechnik und Bioprozess-MSR-Technik
Positives Ergebnis beim internen Auswahlverfahren: - Gesamtnote erster Hochschulabschluss - Publikationen, Poster oder wissenschaftliche Vorträge - Motivationsschreiben - Berufsausbildung und Berufserfahrung auf biotechnologischem Gebiet - Fachspezifische Zusatzqualifikationen auf biotechnologischem Gebiet - Empfehlungen der akademischen Gutachter
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester