Überblick
Der 2-Fächer-Bachelorstudiengang Geschlechterforschung an der Universität Göttingen beleuchtet die Bedeutung von Geschlecht als zentrale soziale Kategorie aus einer vielschichtigen Perspektive. Studierende untersuchen, wie kulturelle Muster, gesellschaftliche Machtverhältnisse und historische Entwicklungen das menschliche Zusammenleben formen. Durch die Kombination mit einem zweiten Teilstudiengang erwerben Absolvierende in Göttingen eine vielseitige Orientierung für wissenschaftliche und gesellschaftliche Berufsfelder.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Der 2-Fächer-Bachelor „Geschlechterforschung“ an der Universität Göttingen befasst sich aus interdisziplinärer und intersektionaler Perspektive mit der sozialen Kategorie Geschlecht sowie deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Kultur und Wissenssysteme. Studierende analysieren historische und gegenwärtige Geschlechterverhältnisse unter Einbeziehung weiterer sozialer Kategorien wie Sexualität, Alter oder Herkunft. Das zulassungsfreie Studium hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und kann jeweils zum Wintersemester aufgenommen werden.
Studieninhalte & Module
Das Lehrangebot vermittelt grundlegende theoretische, methodische und empirische Kenntnisse. Zu den Inhalten gehören unter anderem folgende Schwerpunkte:
- Einführung in die Geschlechterforschung
- Geschichte und Gegenwart der Geschlechterverhältnisse
- Sozial- und kulturwissenschaftliche Forschungszugänge sowie Theoretische Perspektiven
- Einführung in die empirische Sozialforschung
- Geschlecht, Körper und Sexualität
- Geschlecht, Individuum und Gesellschaft
- Geschlecht, Arbeit und Wirtschaft
- Geschlecht, Macht und Herrschaft
- Geschlecht, Kultur(en), und Religion(en)
- Geschlecht, Sprache und Medien
Berufsperspektiven
Die Berufsfelder richten sich nach der individuellen Fächerkombination und Schwerpunktsetzung im Studium. Neben Tätigkeiten in Personalwesen, Marketing, Kulturinstitutionen, Medienunternehmen und Verbänden bietet das Fach Zugänge zu Beratungseinrichtungen und Parteien. Zudem qualifiziert der B.A.-Abschluss für weiterführende Masterstudiengänge wie Geschlechterforschung oder Sozialwissenschaftliche Diversitätsforschung.
Besonderheiten
- Praxisorientierung: Ein Praktikum gewährt direkte Einblicke in relevante Berufsfelder, unterstützt durch das universitäre Büro für Praktikum und Berufseinstieg.
- Nationale und internationale Mobilität: Studierende können über das PONS-Programm an andere deutsche Hochschulen wechseln oder Auslandsaufenthalte über ERASMUS+ nutzen.
- Intersektionaler Ansatz: Die Verknüpfung von Geschlecht mit Kategorien wie race/Ethnizität, Sexualität und Alter ermöglicht einen kritisch-reflexiven Blick über traditionelle Fachgrenzen hinaus.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester