Überblick
Der Bachelorstudiengang Materialwissenschaft und Werkstofftechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vermittelt fundierte Kenntnisse über die Erforschung, Entwicklung und Verarbeitung moderner Materialien. In Karlsruhe lernen die Studierenden, wie neuartige Werkstoffe als Basis für technische Innovationen in Bereichen wie der Energietechnik oder der Medizintechnik dienen. Die Ausbildung kombiniert natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen, um gezielt auf vielfältige Berufsfelder in Industrie und Forschung vorzubereiten.
Studieninhalte
Ob bei der Entwicklung biokompatibler Werkstoffe für die Medizintechnik, Verbundwerkstoffen für den Fahrzeugbau oder Hochleistungs-Funktionsmaterialien für Energiespeichersysteme: Absolventinnen und Absolventen gestalten als gefragte Fachkräfte in Industrie und Wissenschaft den technischen Fortschritt maßgeblich mit.
Über den Studiengang
Der deutschsprachige Bachelorstudiengang „Materialwissenschaft und Werkstofftechnik“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) führt in sechs Semestern Regelstudienzeit zum Abschluss Bachelor of Science (180 ECTS). Er ist an der Fakultät für Maschinenbau angesiedelt, jedoch inhaltlich interdisziplinär ausgerichtet und kombiniert mathematisch-naturwissenschaftliches Grundlagenwissen mit ingenieurwissenschaftlicher Problemlösekompetenz. Studierende befassen sich dabei umfassend mit allen zentralen Werkstoffgruppen wie Metallen, Polymeren und Keramiken.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich in ein viersemestriges Grundlagenstudium aus Pflichtmodulen sowie anschließende Wahlmöglichkeiten im fünften und sechsten Semester:
- Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (44 LP): Behandlung von Mathematik, Technischer Mechanik und Technischer Thermodynamik.
- Naturwissenschaftliche Grundlagen (26 LP): Vermittlung von Kenntnissen in Experimentalphysik und Anorganischer Chemie.
- Materialwissenschaftliche Grundlagen (81 LP): Werkstoffeigenschaften (u. a. von Keramik und Metall), Informatik, ein Seminar sowie Begleitung durch praktische Laborübungen.
- Interdisziplinäre Ergänzung (8 LP): Wahlfach mit Angeboten aus den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.
- Überfachliche Qualifikation (6 LP): Kurse nach individueller Wahl, z. B. Sprachkurse, Präsentationstechniken oder Angebote zur Work-Life-Balance.
- Bachelorarbeit: Abschließende Arbeit am Ende des Studiums.
Berufsperspektiven
Da heutzutage mehr als zwei Drittel aller technischen Neuerungen auf neue Materialien zurückgehen, besteht in Forschung und Industrie ein stetig wachsender Bedarf an gut ausgebildeten Fachleuten. Die Einsatzgebiete reichen von energiesparenden Leichtbaukonzepten im Fahrzeugbau über Informations- und Energiespeichersysteme bis hin zur Medizintechnik. Der Studiengang bildet die Grundlage für den Berufseinstieg oder ein weiterführendes Masterstudium.
Besonderheiten
Der Studiengang verbindet Natur- und Ingenieurwissenschaften an der Fakultät für Maschinenbau und bietet durch integrierte Laborübungen eine praktische Ausbildung. Zudem eröffnet das KIT den Studierenden vielfältige Optionen für Auslandsaufenthalte, die von einzelnen Lehrveranstaltungen bis hin zu einem Auslandsjahr in Übersee reichen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester