Überblick
An der RWTH Aachen vermittelt der Bachelorstudiengang Nachhaltige Rohstoff- und Energieversorgung zukunftsfähige Konzepte für eine ressourcenschonende Gesellschaft. Das Studium verbindet die umweltverträgliche Gewinnung primärer Rohstoffe mit modernem Recycling sowie der nachhaltigen Bereitstellung von Energie am Standort Aachen. Studierende lernen, wie der globale Bedarf an Energie und Materialien dauerhaft gedeckt werden kann, ohne das Ökosystem weiter zu belasten.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs entwickeln als Ingenieurinnen und Ingenieure zukunftsfähige Strategien für eine umweltverträgliche Rohstoffgewinnung, treiben Recyclingtechnologien zur Sekundärrohstoffnutzung voran und sichern die Versorgung mit Energie aus erneuerbaren sowie fossilen Quellen. Der interdisziplinäre Bachelorstudiengang an der RWTH Aachen verbindet ingenieurwissenschaftliche Grundlagen mit den Herausforderungen einer nachhaltigen Ressourcenwirtschaft. Ziel ist es, den gesellschaftlichen Rohstoff- und Energiebedarf zu decken und gleichzeitig den Umwelt- und Klimaschutz zu berücksichtigen.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich in ein zweisemestriges Grundlagenstudium und eine anschließende Vertiefungsphase ab dem dritten Semester. Zu den Kernmodulen gehören:
- Mathematisch-naturwissenschaftliche und technische Grundlagen: Mathematik (Differential- und Integralrechnung, Lineare Algebra, Statistik), Chemie, Mechanik, Grundlagen der Elektrotechnik, Wärmetechnik und Technische Darstellung.
- Fachübergreifende Ingenieurwissenschaften: Primäre Ressourcen, Rohstoff- und Energierecht, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Allgemeine Maschinenkunde, Einführung in MATLAB und BWL.
- Vertiefungsrichtung Rohstoffgewinnung: Geologie und Mineralogie, Rohstoffwirtschaft, Aufbereitungsverfahren, Mineralische Rohstoffe und Markscheidekunde.
- Vertiefungsrichtung Energie: Energierohstoffe, Energietechnik, Verfahrenstechnik, Versuchsplanung, Thermodynamik und Strömungsmechanik.
- Vertiefungsrichtung Recycling: Rohstoffe und Recycling, Aufbereitungsverfahren, Emissionsminderung und Thermische Abfallbehandlung.
- Vertiefungsrichtung Nutzung untertägiger Räume: Geologie, Endlagerkonzepte, Markscheidekunde und Raumnutzung.
Berufsperspektiven
Die Fachkräfte arbeiten an den Schnittstellen von Rohstoffförderung, Recyclingwirtschaft und Energieversorgung im nationalen sowie internationalen Umfeld. Sie optimieren Methoden zur Primärrohstoffförderung, entwickeln Verfahren zur Rückgewinnung wertvoller Ressourcen und gestalten die Energiewende durch die Erschließung moderner Energiequellen aktiv mit. Durch die breite Ausbildung stehen den Absolventen vielfältige Einsatzbereiche in der Industrie, in Ingenieurbüros oder in der Forschung offen.
Besonderheiten
Das Studium beinhaltet ein 20-tägiges Praxis-Praktikum in deutschen oder internationalen Unternehmen sowie Labor- und Feldübungen. Ein prägendes Element sind Fachexkursionen im In- und Ausland, die beispielsweise nach Australien, Kanada oder Brasilien führen. Der Studiengang ist zulassungsfrei (kein NC), verlangt jedoch vor der Einschreibung den Nachweis eines fachspezifischen RWTH-SelfAssessments.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Teilnahme am studienfeldspezifischen SelfAssessment im Bereich Georessourcen und Materialtechnik.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester