Überblick
Das Doppelstudium Soziale Arbeit und Praktische Theologie an der Katholischen Hochschule Mainz verbindet in zehn Semestern zwei vollwertige akademische Abschlüsse miteinander. Studierende am Standort Mainz am Rhein erwerben sowohl fundiertes soziales Know-how inklusive staatlicher Anerkennung als auch eine umfassende theologische Ausbildung. Das interdisziplinäre Programm bereitet gezielt auf vielseitige Aufgaben an den Schnittstellen von Seelsorge, Gemeindearbeit und sozialer Beratung vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Die Schnittstelle von Sozialer Arbeit und Praktischer Theologie liegt in der Verknüpfung von sozialraumorientierter Lebenshilfe mit seelsorgerischer und religiöser Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Das Vollzeit-Präsenzstudium an der Katholischen Hochschule Mainz verbindet die Perspektiven beider Fachbereiche und führt in zehn Semestern zu zwei berufsqualifizierenden Bachelor-Abschlüssen. Der Studiengang beinhaltet zudem die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter*in bzw. Sozialpädagog*in.
Studieninhalte & Module
Die Studieninhalte entsprechen den regulären Modulplänen der beiden Studiengänge Soziale Arbeit und Praktische Theologie. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit sozialen und theologischen Fragestellungen bilden folgende Praxisbausteine Kernkomponenten des Studiums:
- Theoretische Vertiefung: Interdisziplinäre Module zu gesellschaftlichen, sozialen und kirchlichen Themen.
- Praxisphase Soziale Arbeit: Ein 7-monatiges Praktikum in einer sozialen Einrichtung oder Behörde.
- Praktikum Praktische Theologie: Ein 7-wöchiges Praktikum in einer sozial-caritativen Einrichtung oder einer Pfarrei.
- Schulpraktikum: Eine 5-wöchige Praxisphase im Bereich Schule.
- Vorpraktikum: Ein 12-wöchiges Vorpraktikum im sozialen Bereich (alternativ aufteilbar in 6 Wochen Kirchengemeinde und 6 Wochen soziale Einrichtung).
Berufsperspektiven
Absolvent*innen sind für Tätigkeiten an der Schnittstelle von Sozialarbeit und Seelsorge ausgebildet, wie etwa in Pastoralteams, der Gemeinwesenarbeit oder der Kinder-, Jugend-, Familien- und Altenhilfe. Als Arbeitgeber kommen Bistümer, caritative Einrichtungen und kirchliche Verbände ebenso infrage wie Wohlfahrtsverbände, Städte und Kommunen. Weitere Beschäftigungsfelder liegen im Gesundheits- und Bildungswesen, an Schulen sowie in der Hilfe für sozial Benachteiligte.
Besonderheiten
Für diesen Studiengang gelten folgende spezifische Merkmale:
- Doppelabschluss: Erwerb von zwei Bachelor-Titeln plus staatlicher Anerkennung in einer Regelstudienzeit von 10 Semestern.
- Kirchliche Zugehörigkeit: Für das Doppelstudium sollten Bewerber*innen Mitglied in der katholischen Kirche sein.
- Kein NC: Die Vergabe der begrenzten Studienplätze erfolgt nicht über einen Numerus clausus, sondern über ein internes Punktesystem.
- Kosten & Ausland: Es werden keine Studiengebühren erhoben (nur der Semesterbeitrag von aktuell ca. 320 Euro). Ein Auslandssemester ist im Studienverlauf möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Zulassungsvoraussetzung ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Alternativ eine berufliche Ausbildung, die mit der Note 2,5 oder besser abgeschlossen wurde oder eine berufliche Weiterqualifikation durch eine Meisterprüfung bzw. eine vergleichbare Prüfung.
Falls noch keine praktische Vorerfahrung im sozialen Bereich vorliegt, wird außerdem ein dreimonatiges Vorpraktikum vorausgesetzt.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester