Überblick
An der Universität Würzburg verbindet der Bachelorstudiengang Digital Humanities geisteswissenschaftliche Fragestellungen mit modernen informatischen Methoden. Das Studium zeichnet sich durch seine hohe Flexibilität aus, da es als Haupt- oder Nebenfach in unterschiedlichen Modellvarianten belegt werden kann. Studierende erlernen die Analyse, Aufbereitung und digitale Archivierung kultureller Daten und Zeugnisse.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolventinnen und Absolventen der Digital Humanities erschließen, analysieren und präsentieren kulturelle Zeugnisse wie Texte, Bilder oder Sprachaufnahmen mithilfe digitaler Verfahren und Werkzeuge der Informatik. Der grundständige Studiengang an der Universität Würzburg verbindet die Methoden der Informatik mit geisteswissenschaftlichen Fragestellungen und wird in der Regel in Kombination mit einem weiteren Fach wie Literaturwissenschaft, Geschichte oder Linguistik studiert. Das Studium schließt nach einer Regelstudienzeit von sechs Semestern mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts (B.A.) ab.
Studieninhalte & Module
Die akademische Ausbildung deckt typische Arbeitsfelder und Methoden der digitalen Geisteswissenschaften ab:
- Datenmodellierung: Formale Beschreibung von kulturellen Objekten und Konzepten für die computergestützte Verarbeitung.
- Annotation und Kodierung: Digitale Repräsentation von Texten, Bildern und Musik im Rechner für Analysen und Darstellungen.
- Gestaltung digitaler Medien: Aufbereitung digitaler Medien für die Präsentation im Internet und weiteren Ausgabemedien.
- Digitale Editionen: Erstellung verlässlicher Text- und Medieneditionen mit neuen Visualisierungs- und Zugriffsmöglichkeiten.
- Datenbanken: Erstellung und Anwendung von Datenbankstrukturen zur Bearbeitung geisteswissenschaftlicher Fragestellungen.
- Quantitative Analysen: Computergestützte Auswertung sehr großer Datensätze und Textmengen.
- Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz: Anwendung und Beurteilung von KI-Verfahren zur selbstständigen Erkennung von Phänomenen in Kulturdaten.
Berufsperspektiven
Durch die Kombination digitaler Methoden mit einem inhaltlichen geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt qualifizieren sich Studierende für Tätigkeiten in der Datenmodellierung, der Aufbereitung digitaler Medien, der Erstellung von Datenbanken sowie für quantitative Analysen in Forschung und Kulturbetrieb. Zudem befähigt der Abschluss zur Weiterqualifikation in einem Masterstudium. An der Universität Würzburg steht hierfür der konsekutive Masterstudiengang Computational Humanities zur Verfügung, der den Fokus verstärkt auf analytische Verfahren und maschinelles Lernen legt.
Besonderheiten
- Flexible Studiengangsausprägungen: Das Fach kann als 120-Punkte-Hauptfach (kombinierbar mit 60-Punkte-Nebenfächern), als 75-Punkte-Hauptfach (Zwei-Hauptfächer-Studium) oder als 60-Punkte-Nebenfach studiert werden.
- Zulassung: Der Studiengang ist zulassungsfrei und erfordert keine Eignungsprüfung.
- Studienbeginn: Die Aufnahme des Bachelorstudiums ist ausschließlich zum Wintersemester möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester