Überblick
Der Studiengang Ethik für das Lehramt an Förderschulen an der Justus-Liebig-Universität Gießen qualifiziert Studierende für die pädagogische Arbeit mit bildungsbenachteiligten und unterstützungsbedürftigen Kindern und Jugendlichen. Die Ausbildung im hessischen Gießen verknüpft ethische Orientierungsfragen mit fundierten bildungswissenschaftlichen und sonderpädagogischen Studieninhalten. Absolvierende erwerben wichtige Kompetenzen, um sowohl an klassischen Förderschulen als auch im inklusiven Unterricht an Regelschulen zu unterrichten.
Studieninhalte
Wie lässt sich sonderpädagogische Unterstützung mit der Vermittlung ethischer Orientierung und gesellschaftlicher Werte im Schulunterricht verbinden?
Über den Studiengang
Der Studiengang „Lehramt für Förderpädagogik“ mit dem Unterrichtsfach Ethik an der Justus-Liebig-Universität Gießen führt in einer Regelstudienzeit von 9 Semestern (240 Leistungspunkte) zum Abschluss der Ersten Staatsprüfung. Das Studium bildet den ersten, universitären Teil der Lehrkräftebildung für den Unterricht an Förderschulen, in Beratungs- und Förderzentren sowie im inklusiven Unterricht an Regelschulen. Nach dem erfolgreichen Abschluss folgt das Referendariat (Vorbereitungsdienst), das mit der Zweiten Staatsprüfung und der vollständigen Lehrbefähigung endet.
Studieninhalte & Module
Das Studium umfasst mehrere Studienanteile, die parallel absolviert werden:
- Unterrichtsfach Ethik: Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Module des gewählten Faches.
- Zwei sonderpädagogische Fachrichtungen: Wählbar aus Förderschwerpunkt Lernen, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Förderschwerpunkt Sprachheilförderung und Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (letzterer nur als zweite Fachrichtung wählbar).
- Bildungswissenschaften: Inhalte aus Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie (u. a. Wirklichkeitsbereiche der Erziehung, Lerntheorien, soziale Lebenswelt von Schüler/innen, Eltern und Lehrkräften, Grundlagen der Demokratie).
- Schulpraktische Studien: Ein Grundpraktikum sowie ein Praxissemester an Schulen, jeweils in Verbindung mit Vor- und Auswertungsveranstaltungen.
- Betriebspraktikum: Ein bis zur Ersten Staatsprüfung nachzuweisendes Praktikum.
Berufsperspektiven
Nach dem absolvierten Vorbereitungsdienst stehen Absolventinnen und Absolventen Tätigkeiten im Schuldienst an Förderschulen oder an Regelschulen im Rahmen der Inklusion offen. Die Erste Staatsprüfung ermöglicht zudem den Zugang zu einer anschließenden Promotion. Darüber hinaus erlaubt das Hessische Lehrkräftebildungsgesetz den Erwerb zusätzlicher Lehrbefähigungen für weitere Unterrichtsfächer, Förderschwerpunkte oder Schulformen (z. B. Haupt-, Real- oder Grundschulen) über Erweiterungs- und Zusatzprüfungen.
Besonderheiten
Die akademische Lehrkräftebildung stellt einen ausgewiesenen Schwerpunkt der Universität Gießen dar, die Studiengänge für alle Schulformen anbietet. Der Studiengang für das Lehramt für Förderpädagogik beginnt jeweils zum Wintersemester und ist zulassungsfrei (ohne NC).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Zulassungsvoraussetzung für die Lehramtsstudiengänge mit dem Abschluss 'Erste Staatsprüfung' ist die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung (NICHT Fachhochschulreife).
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester