Überblick
Das Nebenfach Archäometrie an der Universität Frankfurt am Main verbindet klassische archäologische Fragestellungen mit exakten naturwissenschaftlichen und mathematischen Analysemethoden. Studierende lernen, wie physikalische, chemische sowie bioarchäologische Verfahren genutzt werden, um historische Funde und vergangene Kulturlandschaften präzise zu erforschen. Der Studiengang stellt eine ideale Ergänzung zu einem archäologischen Hauptfach dar und zeichnet sich am Standort Frankfurt am Main durch ein außergewöhnlich breites Fächerspektrum aus.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Archäologie und Naturwissenschaften vermittelt das zulassungsfreie Nebenfach Archäometrie an der Universität Frankfurt am Main die Anwendung mathematisch-naturwissenschaftlicher Methoden zur Erforschung früher Geschichtsperioden. Der Teilstudiengang richtet sich an Studierende archäologischer Hauptfächer, die ihr Fachwissen um naturwissenschaftliche Ansätze ergänzen möchten, um Funde und Befunde umfassend zu analysieren. Die Vermittlung von Kenntnissen zur Rekonstruktion vergangener Natur- und Kulturlandschaften sowie der Lebensgrundlagen des Menschen steht dabei im Mittelpunkt.
Studieninhalte & Module
Das Lehrangebot deckt physikalische, chemische, geowissenschaftliche und biologische Verfahren ab. Zudem erlernen die Studierenden statistische Methoden, digitale Bildverarbeitung und Geographische Informationssysteme (GIS). Die Studienstruktur gliedert sich in folgende Module:
- Modul 1: Mineralogie / Materialkunde archäologischer Funde / Altersbestimmung
- Modul 2: Geoarchäologie I: Geophysik und Statistik
- Modul 3: Geoarchäologie II: Physische Geographie und Bodengeographie
- Modul 4: Bioarchäologie I: Anthropologie
- Modul 5: Bioarchäologie II: Archäozoologie
- Modul 6: Bioarchäologie III: Archäobotanik
Berufsperspektiven
Das Studium befähigt die Absolventinnen und Absolventen durch die Vermittlung naturwissenschaftlichen Denkens dazu, sich den praxisbezogenen Aufgaben der modernen Archäologie erfolgreich zu stellen. Sie erwerben die Kompetenz, analytische Methoden zielgerichtet anzuwenden und archäologische Fragestellungen mittels geowissenschaftlicher Diagnostik sachgerecht zu lösen. Dies ergänzt das im Hauptfach erworbene Profil sowohl für eigenständiges als auch kooperatives wissenschaftliches Arbeiten.
Besonderheiten
Das Fach Archäometrie kann ausschließlich als Nebenfach studiert werden und zeichnet sich durch ein in der deutschen Universitätslandschaft herausragend großes Spektrum an beteiligten Fachdisziplinen aus. Der Studienbeginn ist flexibel sowohl im Winter- als auch im Sommersemester möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Voraussetzung für das Studium im Nebenfach Archäometrie ist die Zulassung zu einem archäologischen Bachelorstudiengang im Hauptfach an der Goethe-Universität.
Für das Studium im Nebenfach Archäometrie sind Englischkenntnisse sind auf dem Niveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) erforderlich, die bei der Zulassung zur Bachelorprüfung im Nebenfach nachzuweisen sind. Empfohlen sind auch mindestens elementare Sprachkenntnisse in einer weiteren modernen Fremdsprache. Die Bereitschaft zum Umgang mit fremdsprachlichen Texten wird generell vorausgesetzt.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester