Überblick
Der Bachelorstudiengang Chemie- und Bioingenieurwesen an der FAU Erlangen-Nürnberg verbindet naturwissenschaftliche Grundlagen mit ingenieurwissenschaftlicher Praxis am Standort Erlangen. Studierende lernen, chemische sowie biologische Abläufe aus dem Labor in effiziente industrielle Großprozesse zu übersetzen. Die interdisziplinäre Ausbildung deckt ein breites Spektrum von der Fermentation bis zur modernen Energietechnik ab.
Studieninhalte
Wie lassen sich im Labor entwickelte Verfahren zur Stoffveränderung effizient in den industriellen Produktionsmaßstab umsetzen?
Über den Studiengang
Der Bachelorstudiengang Chemie- und Bioingenieurwesen (B.Sc.) an der FAU Erlangen-Nürnberg verbindet die Naturwissenschaften Chemie, Biologie, Physik und Mathematik mit den Ingenieurwissenschaften. Als Bindeglied zum Apparate- und Anlagenbau beschäftigt sich die Fachrichtung mit der Veränderung von Stoffen durch chemische, physikalische und biologische Verfahren. Das Studium bereitet Studierende darauf vor, im Labor entwickelte Synthesen und Prozesse für die großtechnische Produktion nutzbar zu machen.
Studieninhalte & Module
Im Studium erwerben die Studierenden theoretische und praktische Kenntnisse. Zu den Inhalten gehören unter anderem:
- Entwicklung von Bioreaktoren (z. B. zum Züchten von Mikroalgen)
- Fermentation von Mikroorganismen und Nachvollzug industrieller Prozesse im Labormaßstab (z. B. Essigsäure-Produktion)
- Verbesserung industrieller Prozesse (z. B. Wasserstoffspeicherung)
- Thermochemische Energiespeicher (z. B. Adsorption an Zeolithen zur effektiveren Wärmenutzung)
Berufsperspektiven
Da mehr als die Hälfte der deutschen Industrieproduktion verfahrenstechnische Prozesse benötigt, stehen Absolventinnen und Absolventen vielfältige Branchen offen. Das Spektrum reicht von der chemischen, pharmazeutischen und Erdölindustrie über die Lebensmittelindustrie bis hin zum Automobilbau, der Energietechnik und dem Umweltschutz. Mögliche Einsatzfelder sind das Prozessdesign im Labor-, Technikums- und Industriemaßstab, die Forschung sowie die Planung und Konstruktion im Anlagen- und Apparatebau.
Besonderheiten
Das Studium zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis aus, das durch Praktika, Exkursionen und Arbeitsmöglichkeiten als studentische Hilfskraft unterstützt wird. Die Lehrstühle betreiben industrienahe Forschung auf dem neuesten Stand der Technik, in die Studierende bereits bei ihren Abschlussarbeiten eingebunden werden. Der Studiengang ist zulassungsfrei sowie akkreditiert; zudem wird vor Studienbeginn ein zweiwöchiger Mathematik-Vorbereitungskurs angeboten.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester