Überblick
Das Diplomstudium Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen an der TU Bergakademie Freiberg vermittelt umfassende Kompetenzen zur Stoffumwandlung und Prozessentwicklung. Studierende lernen im sächsischen Freiberg, wie chemische, biologische sowie physikalische Verfahren für die Herstellung nachhaltiger Materialien, Energieträger und Umweltschutzkonzepte eingesetzt werden. Die akademische Ausbildung bereitet zielgerichtet darauf vor, innovative Industrieanlagen effizient zu konzipieren und zu steuern.
Studieninhalte
Das Alleinstellungsmerkmal: Der Studiengang führt direkt zum geschätzten Abschluss als Diplom-Ingenieur (äquivalent zu einem Masterabschluss) und ermöglicht durch den Verzicht auf die getrennte Bachelor-/Master-Struktur ein nahtloses Studium ohne zeitliche Verzögerungen sowie eine flexible Integration von Auslandssemestern.
Über den Studiengang
Der Diplomstudiengang „Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen“ (VTC) an der TU Bergakademie Freiberg befasst sich mit allen Prozessen, die Stoffe in ihren Eigenschaften, ihrer Art oder Zusammensetzung verändern. Studierende lernen, mechanische, thermische, chemische und biologische Verfahren einzusetzen, um aus Rohstoffen wertvolle Produkte wie Kunststoffe, Pharmazeutika, Lebensmittel oder Wasserstoff herzustellen. Zudem werden Methoden zur Abfallbehandlung, zum Recycling und zur CO2-Nutzung vermittelt, um nachhaltige Technologien für die Zukunft zu entwickeln.
Studieninhalte & Module
Das Studium umfasst insgesamt 300 Leistungspunkte (LP). Während die erste Hälfte eine breite Grundlagenausbildung bietet, vertieft die zweite Hälfte das methodische Fachwissen.
- Natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen: Fundiertes Basiswissen für das Verständnis komplexer technischer Systeme.
- Verfahrenstechnische Apparate und Reaktoren: Auswahl und Auslegung von Wärmeüberträgern, Pumpen, Kompressoren, Mühlen, Kolonnen und Reaktoren.
- Prozessentwicklung und -optimierung: Energetische Verschaltung von Stoffströmen, Regelungstechnik und Wahl der geeigneten Prozessphase (Gas/Flüssigkeit, Batch/kontinuierlich).
- Umwelt- und Recyclingtechnik: Verfahren zur Reinigung von Abwasser und Abluft sowie Strategien zur CO2-Speicherung und -Umwandlung.
- Praxis- und Wahlpflichtmodule: Individuelle Vertiefung aus dem gesamten Spektrum der Verfahrenstechnik sowie ein integriertes Praxissemester.
Berufsperspektiven
Die Einsatzmöglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen sind äußerst vielfältig und reichen von der chemischen Industrie über die Energie- und Umwelttechnik bis hin zur Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Sie gestalten maßgeblich die nachhaltige Versorgung der Gesellschaft mit Energie, Lebensmitteln und Rohstoffen. Durch das fundierte Studium sind sie befähigt, verfahrenstechnische Prozesse eigenständig zu entwickeln, zu bewerten und industriell umzusetzen.
Besonderheiten
- Hohe zeitliche Flexibilität: 100 der 300 Leistungspunkte können durch Wahlmodule, Belegarbeiten und das Praxissemester individuell gestaltet werden.
- Begrenzte Prüfungsdichte: Die Prüfungsbelastung ist auf maximal vier bis fünf Prüfungen pro Prüfungszeitraum begrenzt.
- Früher Praxis- und Forschungsbezug: Bereits ab dem zweiten Semester erhalten Studierende Einblicke in anwendungsbezogene Module und aktuelle Forschungsprojekte.
- Integriertes Praxissemester: Anrechenbare Praxisphase in Industrieunternehmen oder internationalen Forschungseinrichtungen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester