Überblick
Der englischsprachige Masterstudiengang „Dependency and Slavery Studies“ an der Universität Bonn erforscht Formen starker asymmetrischer Abhängigkeit wie Sklaverei, Schuldknechtschaft und Leibeigenschaft aus einer globalen Perspektive. Studierende analysieren soziale Ungleichheiten und Abhängigkeitsverhältnisse über verschiedene Epochen und Kontinente hinweg, um traditionelle Denkstrukturen zu hinterfragen. Das interdisziplinäre Studienangebot im rheinischen Bonn bereitet gezielt auf wissenschaftliche sowie praxisorientierte Tätigkeiten in internationalen Organisationen, Politikberatung oder Kulturinstitutionen vor.
Studieninhalte
Wie prägten Formen starker asymmetrischer Abhängigkeit jenseits des einfachen Gegensatzes von „Sklaverei versus Freiheit“ menschliche Gesellschaften im Laufe der Geschichte?
Über den Studiengang
Der englischsprachige und interdisziplinär ausgerichtete Masterstudiengang „Dependency and Slavery Studies“ an der Universität Bonn untersucht tiefgreifende soziale Abhängigkeitsverhältnisse wie Sklaverei, Leibeigenschaft und Schuldknechtschaft. Basierend auf dem Forschungskonzept der „starken asymmetrischen Abhängigkeit“ liegt der Schwerpunkt auf den vielfältigen Vorgeschichten in asiatischen, amerikanischen, afrikanischen und europäischen Gesellschaften. Das auf vier Semester ausgelegte Ein-Fach-Studium verbindet historische, material- sowie sozialwissenschaftliche Perspektiven und gewährt zudem Einblicke in gegenwärtige Phänomene extrem abhängiger Verhältnisse.
Studieninhalte
Die inhaltlichen Schwerpunkte des Studiengangs umfassen:
- Interdisziplinäre Abhängigkeitsforschung: Erforschung von Sklaverei, Leibeigenschaft, Schuldknechtschaft und verwandten Formen starker asymmetrischer Abhängigkeit.
- Transkultureller Vergleich: Vergleichende Analysen über verschiedene Epochen, Regionen und Kulturen (Afrika, Amerika, Asien, Europa) hinweg.
- Theoretische Reformatierung: Überwindung der traditionellen Binarität von „Sklaverei versus Freiheit“.
- Gegenwartsbezug: Analyse moderner Ausprägungen extremer asymmetrischer Abhängigkeitsverhältnisse.
- Methodenkompetenz: Fächerübergreifende Einordnung und eigenständige Bearbeitung komplexer wissenschaftlicher Problemstellungen.
Berufsperspektiven
Die Studierenden werden befähigt, aktuelle Forschungsfragen systematisch und methodisch geleitet zu lösen. Dies qualifiziert für Tätigkeiten in Nichtregierungsorganisationen (NGOs), der Politikberatung sowie der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Weitere Beschäftigungsfelder liegen in der Wissenschaft (Hochschullehre, Forschung, Wissenschaftsmanagement), im Museumswesen, im Lektorat und Verlagswesen oder in der Erwachsenenbildung.
Besonderheiten
Der Studiengang zeichnet sich durch die Anbindung an das Bonn Center for Dependency and Slavery Studies und die konsequente Nutzung des transkulturellen Vergleichs als zentralem wissenschaftlichen Forschungsansatz aus. Die Unterrichtssprache ist vollständig Englisch.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester