Überblick
Der Masterstudiengang Cultural Heritage und Kulturgüterschutz an der Universität Heidelberg vermittelt fundiertes Wissen im bewussten Umgang mit materiellem sowie immateriellem Erbe der Menschheit. Studierende setzen sich am Standort Heidelberg intensiv mit den wissenschaftlichen, rechtlichen und praktischen Herausforderungen der Bewahrung kultureller Güter auseinander. Das Studium zeichnet sich durch seine ausgeprägte Interdisziplinarität sowie die enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern und Ermittlungsbehörden aus.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Die Schnittstelle der Fachgebiete Allgemeine und vergleichende Kulturwissenschaft bildet den Rahmen für den konsekutiven Masterstudiengang Cultural Heritage und Kulturgüterschutz an der Universität Heidelberg. Das viersemestrige Deutsch-Hauptfachstudium (100%) vermittelt fundierte theoretische und praktische Kompetenzen im Umgang mit materiellem und immateriellem Kulturerbe. Die Studierenden setzen sich dabei eingehend mit den wissenschaftlichen, rechtlichen und praktischen Aspekten des Kulturgüterschutzes und der Denkmalpflege auseinander.
Studieninhalte & Module
Der Studiengang ist modular aufgebaut und verbindet geisteswissenschaftliche Inhalte mit juristischen, kriminologischen und naturwissenschaftlichen Modulen:
- Grundlagen des Kulturerbes: Einführung in materielles und immaterielles Kulturerbe, Objecthandling, Sammlungsmanagement sowie die Arbeit mit Orten des World Heritage (1. und 2. Semester).
- Recht und Kriminologie: Lehrimporte aus der Rechtswissenschaft sowie Lehrveranstaltungen mit Ermittlungsbehörden (Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter, Zoll) zu juristischen und kriminologischen Grundkenntnissen des Kulturgüterschutzes.
- Naturwissenschaften und Digital Heritage: Vermittlung von Kenntnissen im Bereich der Materialanalyse (u. a. zur Aufdeckung von Fälschungen) sowie digitaler Methoden der Erfassung.
- Wahl- und Spezialisierungsbereich: Individuelle Vertiefung ab dem 2. Semester in Themen wie Provenienzforschung, praktische Wissensvermittlung in der Öffentlichkeit oder spezifische Inhalte des Kulturerbes.
- Praxisphase und Masterarbeit: Ein mindestens zweimonatiges Praktikum im 3. Semester bildet häufig die Grundlage für die im 4. Semester anzufertigende Masterarbeit.
Berufsperspektiven
Das Studium bereitet durch die Vermittlung von Heritage Management und Vermittlungskompetenzen gezielt auf den Arbeitsmarkt im Kulturbereich vor. Absolventinnen und Absolventen finden Beschäftigung in Museen, Denkmalämtern, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie an Welterbestätten. Weitere Berufsfelder eröffnen sich bei nationalen und internationalen Organisationen des Kulturgüterschutzes oder in Nichtregierungsorganisationen.
Besonderheiten
Eine Besonderheit des Studiengangs am Heidelberg Zentrum Kulturelles Erbe (HCCH) ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit außeruniversitären Partnern und Ermittlungsbehörden wie dem BKA und dem Zoll. Zudem bietet der Studiengang eine Naturwissenschafts-Komponente zur Fälschungsanalyse sowie eine flexible Teilzeitoption.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
siehe Zulassungsordnung
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester