Überblick
Der zweisemestrige Masterstudiengang Informationstechnologierecht und Recht des geistigen Eigentums an der Leibniz Universität Hannover bereitet juristische Fachkräfte auf ein stark international geprägtes Arbeitsfeld vor. Im Rahmen des Netzwerks European Legal Informatics Study Programme verknüpft das Studium in Hannover spezialisiertes Rechtswissen mit einem verpflichtenden Auslandsaufenthalt. Die Absolvierenden qualifizieren sich gezielt für anspruchsvolle Positionen im IT- und IP-Sektor bei internationalen Kanzleien, Wirtschaftsunternehmen und Behörden.
Studieninhalte
An der Schnittstelle von Informationstechnologie, Urheber- und Immaterialgüterrecht bietet der einjährige Masterstudiengang „Informationstechnologierecht und Recht des geistigen Eigentums“ (LL.M.) an der Leibniz Universität Hannover eine spezialisierte postgraduale Ausbildung im Rahmen des European Legal Informatics Study Programme (EULISP). Der Studiengang adressiert die grenzüberschreitende Entwicklung des IT-Rechts sowie dessen europarechtliche Grundlagen. Das weiterführende Programm richtet sich an Absolventinnen und Absolventen der Rechtswissenschaften mit einem überdurchschnittlichen Erstabschluss.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum kombiniert rechtliche und informationstechnische Grundlagen mit praxisnahen Inhalten und der Einbindung von Experten aus der Praxis. Zu den Modulen und Themenbereichen zählen unter anderem:
- Datenschutzrecht und Informatik: Introduction to Legal Informatics and Data Protection Law sowie juristisches Entscheiden im elektronischen Zeitalter
- Immaterialgüterrecht (IP): Copyright Law, European IP Law, US IP Law und markenrechtliche Bezüge des IT-Rechts
- Vertrags- und E-Commerce-Recht: Vertragsrecht und Vertragsverhandlung im IT-Bereich, IT-Contracts sowie Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs in Industrie und Verwaltung
- Medien- und Telekommunikationsrecht: Media Law und Recht der Telekommunikation
- Straf- und Prozessrecht: Besonderheiten des Strafrechts im IT-Bereich (Computerstrafrecht) sowie IT/IP-Prozess- und Verfahrensrecht
- Technologische Grundlagen und Praxis: Aspects of Information Science, Security and Computing, Praxismodule und juristische Fachsprache
Berufsperspektiven
In der heutigen digitalisierten Welt gewinnt das Berufsfeld im IT- und IP-Recht stetig an Bedeutung. Absolventinnen und Absolventen eröffnen sich internationale Betätigungsfelder in spezialisierten IT/IP-Abteilungen großer Anwaltskanzleien. Zudem besteht ein zunehmender Bedarf an entsprechenden Fachjuristen in der Wirtschaft sowie bei Behörden.
Besonderheiten
Eine zentrale Besonderheit ist der verpflichtende Auslandsaufenthalt im zweiten Semester an einer von acht europäischen Partneruniversitäten des EULISP-Verbundes, der zu einem internationalen Doppelabschluss führt. Das erste Semester in Hannover startet bereits Anfang September und endet im Dezember, während die Bearbeitung der Masterarbeit (26 Wochen) flexibel an einem Ort nach Wahl absolviert werden kann.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Der Studiengang IT-Recht und Recht des geistigen Eigentums richtet sich an deutsche und ausländische Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit einem Interesse im IT-Recht. Vorausgesetzt werden ein überdurchschnittliches Examen oder ein vergleichbarer ausländischer Abschluss sowie hinreichende Sprachkenntnisse für den Auslandsaufenthalt.
Die detaillierten Anforderungen können Sie der Zugangsordnung dieses Studienganges entnehmen: www.uni-hannover.de/zugangsordnung
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester