Überblick
Der Masterstudiengang Religionswissenschaft an der Universität Göttingen bietet eine vertiefende akademische Ausbildung im Bereich der kulturwissenschaftlichen Erforschung religiöser Phänomene. Studierende am Standort Göttingen in Niedersachsen setzen sich intensiv mit historischen, empirischen sowie systematischen Perspektiven auseinander. Das Studium zeichnet sich durch hohe wissenschaftliche Standards und die Möglichkeit zur individuellen Schwerpunktsetzung aus.
Studieninhalte
Alleinstellungsmerkmal: Der Masterstudiengang Religionswissenschaft an der Universität Göttingen verbindet eine lange Tradition seit dem späten 18. Jahrhundert mit einer einzigartigen interdisziplinären Ausrichtung: Er ist institutionell an der Theologischen Fakultät angesiedelt, wissenschaftlich jedoch als kulturwissenschaftliche Disziplin fest in der Philosophischen Fakultät verankert.
Über den Studiengang
Das Studium baut auf den im Bachelor erworbenen Grundkenntnissen auf und bietet eine wissenschaftlich vertiefte Ausbildung im Fach Religionswissenschaft. Die Studierenden werden zur eigenständigen Forschung sowie zur wissenschaftlich kontrollierten Präsentation ihrer Ergebnisse befähigt, während gleichzeitig individuelle Forschungsschwerpunkte gefördert werden. Der Studiengang umfasst vier Semester Regelstudienzeit und kann sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester aufgenommen werden.
Studieninhalte & Module
Der fachwissenschaftliche Teil umfasst 42 Credits (C). Nach einer individuellen Grundlagenvertiefung bilden folgende Kernmodule das Zentrum des Studiums:
- Empirische Exploration (6 C): Schulung der Fähigkeiten zur empirischen Wahrnehmung und Analyse gelebter Religion im Kontext.
- Religionswissenschaftliche Exploration (6 C): Einübung der historischen oder systematischen Analyse im Rahmen eines Seminars mit anschließender umfangreicher Hausarbeit.
- Independent Studies-Modul (6 C): Vertiefung individueller Forschungsinteressen, eigene Profilbildung und Einübung in die publikationsreife schriftliche Präsentation.
- Master-Arbeit und Abschlussmodul: Nachweis der fachlichen und methodischen Kompetenzen durch eine selbstständige, forschungsbezogene Abschlussarbeit.
Berufsperspektiven
Das Studium qualifiziert für die wissenschaftliche Analyse religiöser Gegenwartskulturen sowie für eine anschließende Promotion. Naheliegende Tätigkeitsfelder umfassen Abteilungen für Integrations- und Migrationsfragen, die Erwachsenenbildung sowie öffentliche Referate zur Beobachtung von neureligiösen Bewegungen und Weltanschauungen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten das Publikationswesen, die museale Präsentation, die Jugend- und Sozialarbeit oder wissenschaftliche Einrichtungen.
Besonderheiten
- Forschungsschwerpunkte: Vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten unter anderem in religiösen Gegenwartskontexten (alternative Spiritualität, neureligiöse Bewegungen), Buddhismus, Iran sowie bei systematischen Themen wie Fundamentalismus, Synkretismus und Millenarismus.
- Sprachanforderungen: Es gibt keine formellen Sprachvoraussetzungen für die Zulassung; der Erwerb und die Pflege von Quellenkompetenzen in religionsbezogenen Philologien werden jedoch im Studium unterstützt.
- Studiengangsstruktur: Das Fach kann als kombinationsfähiger Masterstudiengang (42 C) oder als Nebenfach bzw. Modulpaket im Umfang von 36 C oder 18 C studiert werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester