Überblick
Der Masterstudiengang Osteuropäische Geschichte an der Universität Göttingen bietet eine fundierte Auseinandersetzung mit der neueren und neuesten Historie des östlichen Europas. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer globalgeschichtlichen Perspektive sowie der Analyse imperialer Strukturen von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Studierende beleuchten die vielfältigen Verflechtungen der Regionen zwischen Mitteleuropa, Zentralasien und dem Fernen Osten in einem interdisziplinären Umfeld.
Studieninhalte
Ob in der Politikberatung, bei Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder im Ausstellungsbereich – der Masterstudiengang „Osteuropäische Geschichte“ an der Universität Göttingen bereitet gezielt auf wissenschaftlich orientierte Tätigkeiten mit Bezug zum östlichen Europa vor.
Über den Studiengang
Der konsekutive Masterstudiengang Osteuropäische Geschichte vermittelt vertiefte Kenntnisse über die Regionen zwischen Warschau, Taschkent und Wladiwostok. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Neueren und Zeitgeschichte des östlichen Europas in einer globalgeschichtlichen Perspektive sowie auf der russländischen imperialen Geschichte vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Das Fach ist dabei eng mit der Neueren Geschichte, der Zeitgeschichte, außereuropäischen historischen Disziplinen und der Slavistik vernetzt.
Studieninhalte & Module
Das Studium hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern (120 Credits) und kann in drei verschiedenen Profilen (als Monomaster oder in Kombination mit ein bis zwei Modulpaketen/Nebenfächern) absolviert werden. Zu den Studieninhalten gehören:
- Fachstudium Osteuropäische Geschichte: Module zur Frühen Neuzeit sowie zur Neueren und Neuesten Geschichte Osteuropas (transnationale Verflechtungen und regionale Besonderheiten).
- Thematische Vertiefungen: Geschlechtergeschichte, Raum und Zeit, Gewalt und Krieg, Sport und Zugehörigkeit sowie Wissen und Erinnerung.
- Wahlpflichtmodule: Interkulturalität, Intermedialität, Epochen synchron/diachron sowie antike und mittelalterliche Literatur und Kultur.
- Schlüsselkompetenzen: Frei wählbare Module aus dem universitären Qualifizierungsangebot (12 Credits).
- Masterarbeit: Selbstständige wissenschaftliche Bearbeitung eines Themas im 4. Semester (30 Credits).
Berufsperspektiven
Die breite historisch-kulturwissenschaftliche Ausrichtung qualifiziert für Berufe, die fundierte Kenntnisse der spezifischen Regionen Osteuropas und der asiatischen Gebiete der ehemaligen Sowjetunion voraussetzen. Absolventinnen und Absolventen sind in NGOs, der Entwicklungszusammenarbeit, der Politikberatung, dem Pressewesen sowie im Museums- und Ausstellungsbereich tätig. Ebenso eröffnet der Abschluss Wege in internationale Organisationen sowie in die universitäre und außeruniversitäre Wissenschaft und Bildung.
Besonderheiten
- Double-Degree-Option: Im Monomaster besteht die Möglichkeit, das 3. Semester an der Higher School of Economics in St. Petersburg auf Englisch zu absolvieren (30 Credits).
- Fokus auf die Peripherie: Befassung mit Bevölkerungsgruppen an den Rändern des Imperiums (u. a. Ukraine, Polen, Estland, Sibirien, Zentralasien).
- Zugang: Der Studiengang ist zulassungsfrei und kann jeweils zum Wintersemester begonnen werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester