Überblick
Der Masterstudiengang Medizinische Physik an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen verknüpft fortgeschrittene physikalische Methoden mit konkreten Anwendungen in der Diagnostik und Therapie. Ein besonderes Merkmal des wahlweise deutsch- oder englischsprachigen Studiums ist der direkte Erwerb von fünf anerkannten Strahlenschutz-Zertifikaten. Durch die intensive Kooperation mit umliegenden Universitätskliniken bereitet das Programm zielgerichtet auf die Tätigkeit als Medizinphysik-Experte vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal des Masterstudiengangs Medizinische Physik (M.Sc.) an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen ist der direkte Erwerb von fünf amtlich anerkannten Strahlenschutz-Zertifikaten im Rahmen des Curriculums. Das dreisemestrige, weiterführende Studium verbindet moderne Physik direkt mit klinischen Anwendungen in Diagnostik und Therapie. Es bereitet Studierende zielgerichtet auf eine Schlüsselrolle als zertifizierter Medizinphysik-Experte (MPE) sowie auf Tätigkeiten in der Forschung und Medizintechnik vor.
Studieninhalte & Module
Das Studium ist in eine theoretische Phase, eine praxisorientierte Projektphase sowie die abschließende sechsmonatige Masterarbeit unterteilt. Durch eine breite Auswahl an Wahlpflichtmodulen können individuelle fachliche Schwerpunkte gesetzt werden.
Zu den zentralen Kern- und Pflichtmodulen zählen:
- Strahlenbiologie und Strahlenschutz
- Bildgebende Systeme in der Medizin
- Dosimetrie ionisierender Strahlung
- Nuklearmedizin
- Physik und Technik der Strahlentherapie
- Laborpraktikum und Projektarbeit Medizinische Physik
- Masterarbeit mit Kolloquium
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen bieten sich hervorragende Karrierechancen in Kliniken, insbesondere in den Bereichen Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Der Studiengang schafft zusammen mit den integrierten Zertifikaten die optimalen Voraussetzungen für die spätere Anerkennung als Medizinphysik-Experte gemäß Strahlenschutzverordnung. Zudem eröffnen sich vielfältige Berufsfelder in der Medizintechnik-Industrie (z. B. Produktentwicklung, Qualitätssicherung, Regulatory Affairs), an Forschungsinstituten oder im Rahmen einer Promotion.
Besonderheiten
- Fünf Strahlenschutz-Zertifikate: Der integrierte Erwerb amtlich anerkannter Nachweise verkürzt die Hürden für die spätere klinische Berufszulassung als MPE.
- Klinische Kooperationen: Die Lehre erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Partnerkliniken und ermöglicht direkte Einblicke in den Alltag der medizinischen Versorgung (einschließlich Partikeltherapie).
- Digital Friday: Lehrveranstaltungen finden freitags ausschließlich online statt, was den Studierenden mehr Flexibilität für Selbststudium, Nebenjobs oder Pendelzeiten bietet.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Abgeschlossenes Hochschulstudium eines Bachelor- oder Diplomstudiengangs in der Fachrichtung Medizinische Physik oder in einer vergleichbaren Fachrichtung mit einer Gesamtnote von mindestens "befriedigend" (2,7 mindestens 70 Prozentpunkte) oder ein bestandener Eignungstest des Fachbereichs LSE für den Masterstudiengang Medizinische Physik aus dem Sommersemester 2025 oder früher.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester