Überblick
Der Masterstudiengang an der Universität Heidelberg in Heidelberg, Neckar, widmet sich der vielschichtigen Erforschung des iberischen und lateinamerikanischen Sprach- und Kulturraums. Ein besonderes Merkmal liegt auf der wissenschaftlichen Analyse grenzüberschreitender transkultureller Kontaktphänomene zwischen Europa und Lateinamerika. Neben der nationalen Option bietet der Studiengang auch eine internationale Variante mit der Chance auf einen Doppelabschluss.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Literatur-, Sprach- und Kulturwissenschaft sowie den Transcultural Studies widmet sich der Masterstudiengang Iberoamerikanische Studien. Kontakt – Theorien und Methoden an der Universität Heidelberg den Verflechtungen des iberischen und lateinamerikanischen Kulturraums. Die Ausbildung basiert auf einer integralen Konzeption, die Spanien, Portugal, Hispanoamerika und Brasilien verschränkt, um transkulturelle Kontaktphänomene über territoriale, ethnische, politische oder religiöse Grenzen hinweg zu analysieren. Der konsekutive Studiengang baut auf einem philologischen oder kulturwissenschaftlichen Bachelorabschluss auf und vermittelt fundierte theoretische sowie methodische Kompetenzen.
Studieninhalte & Module
Die wissenschaftlichen Disziplinen werden durch eine sprachpraktische Ausbildung ergänzt, die ausschließlich durch muttersprachliche Lehrende aus Spanien und Lateinamerika erfolgt. Zu den zentralen Forschungsinhalten und Themenfeldern gehören:
- Sprachwissenschaft: Sprachgeschichte, Sprachwandel und Sprachkontakte des Spanischen, Variationslinguistik, historische Soziolinguistik und Pragmatik, Diskurslinguistik sowie Syntax, Semantik und Evidentialität.
- Literaturwissenschaft: Anthropologisch, poetologisch und komparatistisch ausgerichtete Studien, unter anderem zum Theater des 16./17. Jahrhunderts, Cervantes, kolonialem Schrifttum sowie zur lateinamerikanischen Erzählliteratur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
- Kulturwissenschaft & Theorie: Kulturphilosophie Lateinamerikas, Prozesse der Dekolonisierung, Theorien des Subalternen sowie Hermeneutik und Dekonstruktion.
- Wissenschaftspraxis: Spezifische Formate wie das „Forum“, in dem Studierende eine eigene wissenschaftliche Tagung organisieren und durchführen.
Berufsperspektiven
Der Studiengang zielt primär auf die Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses ab und ermöglicht durch praxisnahe Lehrformate erste Erfahrungen im Wissenschaftsbetrieb. Zudem eröffnen die interdisziplinäre Ausbildung, der Erwerb beziehungsweise die Vertiefung einer weiteren Fremdsprache und die Möglichkeit eines mehrmonatigen Praktikums anspruchsvolle außeruniversitäre Karrierewege. Absolventen bieten sich dadurch vielfältige Perspektiven im Kulturbetrieb sowie in wissenschaftsaffinen Tätigkeitsbereichen.
Besonderheiten
- Internationale Doppelabschluss-Option: Der Studiengang kann auch als internationale Verlaufsvariante (Doble Grado) in Kooperation mit der Universidad de Chile in Santiago de Chile studiert werden.
- Starke Vernetzung: Erasmus-Partnerschaften mit 14 spanischen Universitäten sowie Kooperationen mit dem Colegio de México und internationalen Forschernetzwerken.
- Interdisziplinäre Forschungsanbindung: Verknüpfung mit dem Heidelberg Centrum für Ibero-Amerika-Studien (HCIAS), dem Europäischen Zentrum für Sprachwissenschaften (EZS) und Einbindung in den Sonderforschungsbereich 933 („Materiale Textkulturen“).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
zugangsbeschränkt, siehe Zulassungsordnung
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester