Überblick
Der Master-Teilstudiengang Prähistorische Archäologie an der Universität Halle-Wittenberg in Halle (Saale) widmet sich der Erforschung vorschriftlicher Epochen von der Steinzeit bis zur Zeitenwende. Studierende vertiefen ihre Kenntnisse in der wissenschaftlichen Auswertung materieller Hinterlassenschaften und verbinden kulturwissenschaftliche Ansätze mit naturwissenschaftlichen Analysemethoden. Die enge Anbindung an renommierte Museen und Denkmalpflegeämter vor Ort ermöglicht eine praxisnahe Ausbildung im Herzen einer fundreichen Archäologielandschaft.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Geistes-, Bio- und Geowissenschaften widmet sich der Master-Teilstudiengang Prähistorische Archäologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg der Erforschung materieller Relikte aus vorschriftlicher Zeit. Da für die Epoche von der Steinzeit bis zur Zeitenwende keine Schriftquellen vorliegen, dient die Archäologie als einzige Quelle zur Rekonstruktion vergangener Lebensweisen und gesellschaftlicher Entwicklungen. Der zulassungsfreie Teilstudiengang umfasst 45 oder 75 Leistungspunkte, dauert vier Semester und wird mit einem zweiten Teilstudiengang zu einem Master of Arts kombiniert.
Studieninhalte & Module
Im Fokus des Studiums stehen das eigenständige wissenschaftliche Arbeiten und das Heranführen an die aktuelle Forschungspraxis. Zu den zentralen Inhalten gehören:
- Materialauswertung: Ordnen, Beschreiben und Auswerten materieller Güter.
- Kontext- und Umweltanalyse: Untersuchung des Fundkontextes und der prähistorischen Umwelt.
- Interdisziplinäre Datenverarbeitung: Anwendung statistischer Verfahren unter Einbezug von Geistes-, Bio- und Geowissenschaften.
- Naturwissenschaftliche Praxis: Anwendung von Prospektions-, Analyse- und Dokumentationsmethoden.
- Laborarbeit: Durchführung von Abnutzungs- und Spurenanalysen an Artefakten.
Berufsperspektiven
Absolvent*innen erschließen sich je nach gewählter Studienkombination und Praxiserfahrung Arbeitsfelder in der Bodendenkmalpflege bei Landesämtern oder Grabungsfirmen sowie im Museums- und Ausstellungswesen. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten das Verlagswesen, Medienanstalten oder die Öffentlichkeitsarbeit im kulturellen Bereich. Zudem bildet der Abschluss die Grundlage für eine Berufsqualifizierung via Promotion an universitären und außeruniversitären Lehr- und Forschungseinrichtungen.
Besonderheiten
- Praxisnahe Kooperationen: Enge Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt und dem Landesmuseum für Vorgeschichte Halle ermöglicht Einblicke in Projekte und Arbeit an noch unbearbeitetem Material.
- Eigene Infrastruktur: Der Lehrstuhl verfügt über eine eigene Studiensammlung, umfangreiche Bibliotheksbestände sowie ein Labor für Spurenanalysen.
- Forschung & Grabungen: Einbindung in ein Kooperationsnetzwerk mit Forschungsprojekten und Lehrgrabungen in Mitteldeutschland, Albanien und der Türkei.
- Freie Kombination: Der Studiengang ist frei mit allen anderen Master-Teilstudiengängen der Uni Halle kombinierbar (empfohlen werden u. a. Klassische Archäologie, Geschichte oder Ethnologie).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Mit fachspezifischen Zulassungsvoraussetzungen
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester