Überblick
An der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes in Saarbrücken verbindet der Bachelorstudiengang Management und Berufspädagogik im Gesundheitswesen betriebswirtschaftliche Qualifikationen mit lehrbezogenem Fachwissen. Das Angebot richtet sich speziell an Personen mit einer abgeschlossenen dreijährigen Gesundheitsausbildung, deren Vorkenntnisse pauschal angerechnet werden. Neben der Vorbereitung auf leitende und bildungsbezogene Aufgaben ermöglicht das Studium auch den Abschluss als staatlich anerkannte Praxisanleitung.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Eine pauschale Anrechnung der verpflichtenden dreijährigen Berufsausbildung mit 30 ECTS zeichnet diesen zulassungsfreien Studiengang aus und verkürzt die effektive Studienzeit um ein Semester. Die akademische Qualifikation verbindet betriebswirtschaftliche Steuerungskompetenzen mit berufspädagogischem Fachwissen für Angehörige von Pflege- und Gesundheitsfachberufen. Absolventinnen und Absolventen erwerben einen ersten berufsqualifizierenden Bachelor-Abschluss zur Übernahme von Aufgaben an der Schnittstelle von Einrichtungsführung, Bildungsarbeit und Personalentwicklung.
Studieninhalte & Module
Vermittelt wird anwendungsorientiertes Wissen aus zwei zentralen Kompetenzfeldern:
- Bereich Management: Grundlagen des Projekt-, Qualitäts- und Personalmanagements, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Strategisches Management sowie Controlling.
- Bereich Berufspädagogik: (Berufs-)Pädagogische Grundlagen, Bildungsmanagement, Klassenmanagement und -führung sowie die Mitwirkung bei der Entwicklung von Curricula, Schulentwicklungsprozessen und pädagogisch-fachlichen Konzepten.
Berufsperspektiven
Die erworbenen Qualifikationen befähigen zu Führungsaufgaben im unteren und mittleren Management sowie zur Planung und Durchführung von Bildungsangeboten für Personal, Patient:innen und Angehörige. Zudem berechtigt der Abschluss zur Beantragung der staatlichen Anerkennung als Praxisanleiter:in beim Landesamt für Soziales. Ein konsekutiver Master-Abschluss eröffnet darüber hinaus den Zugang zu höheren Führungspositionen, vollumfänglichen Lehrtätigkeiten an Pflegeschulen oder einer wissenschaftlichen Laufbahn.
Typische Betätigungsfelder sind:
- Krankenhäuser, Rehabilitations- und Versorgungszentren
- Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen
- Bildungseinrichtungen der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung
- Wohlfahrtsverbände, Berufskammern, Ministerien und gesundheitspolitische Gremien
Besonderheiten
- Pauschale Anrechnung: Für die nachgewiesene 3-jährige Ausbildungsqualifikation in einem Gesundheitsfachberuf werden 30 ECTS angerechnet. Weitere außerhochschulisch erworbene Kenntnisse können nach Äquivalenzprüfung angerechnet werden.
- Staatliche Anerkennung: Nach erfolgreichem Studienabschluss kann die staatliche Anerkennung als Praxisanleiterin oder Praxisanleiter für Gesundheitsfachberufe beantragt werden.
- Studienorganisation: Das Angebot ist als Vollzeitstudium konzipiert (Teilzeit auf Antrag möglich). Aufgrund des Studienumfangs wird empfohlen, eine nebenberufliche Tätigkeit auf maximal 30 % zu beschränken.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Abgeschlossene, dreijährige Regelausbildung in einem Pflege-, Heil- oder Gesundheitsfachberuf. Der Studiengang richtet sich an Angehörige der Gesundheitsfachberufe insbesondere der Pflegefachberufe (Pflegefachfrau/-mann, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits-und Kinderkrankenpflege, Altenpflege), Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Hebammen, Heilerziehungspflege sowie Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester