Überblick
Der Masterstudiengang Industrielle Sicherheit an der Technischen Hochschule Augsburg bietet eine in Bayern einmalige interdisziplinäre Qualifikation an den Schnittstellen von Elektrotechnik, Informatik und Wirtschaft. Studierende erwerben umfassendes Wissen, um Schutzkonzepte für automatisierte Industrieanlagen und kritische Infrastrukturen im Zeitalter von Industrie 4.0 zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der Kombination aus technischem Schutz, rechtlichen Vorgaben und organisatorischer Führung.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Elektrotechnik, Informatik und Wirtschaft bietet der bayernweit einzigartige Masterstudiengang Industrielle Sicherheit (M.Sc.) an der Technischen Hochschule Augsburg eine interdisziplinäre Ausbildung. Der Studiengang richtet sich an Absolventinnen und Absolventen technischer, informationstechnischer oder wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge mit technischem Schwerpunkt. In drei Semestern Vollzeit oder fünf Semestern Teilzeit erwerben die Studierenden die Kompetenz, Sicherheitsprobleme im Umfeld von Industrie 4.0, kritischen Infrastrukturen sowie Automatisierungsanlagen fächerübergreifend zu lösen.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum verbindet technische, organisatorische und rechtliche Aspekte. Neben einem interdisziplinären Großprojekt im zweiten Semester und der Masterarbeit im dritten Semester stehen folgende Themenschwerpunkte im Mittelpunkt:
- IT-Sicherheit und Datenschutz: Schutz sensibler IT-Daten und Abwehr von Cyberangriffen auf vernetzte Systeme.
- Funktionale Sicherheit: Modelle zur Gefährdungs- und Bedrohungsanalyse, Security-Spezifikationen für Hardware- und Softwareentwicklung sowie Begleitung des gesamten Sicherheitslebenszyklus von Produkten.
- Mitarbeiterführung und Betriebswirtschaft: Risikobewertung innerhalb der Betriebsorganisation, Festlegung von Eskalationswegen, Rechtevergabe, Leitlinien und Schulungen.
- IT-Recht: Rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen im Bereich der industriellen Sicherheit.
Berufsperspektiven
Durch die Digitalisierung der Produktion sind Experten für die sichere Verbindung von Operational Technology (OT) und Informationstechnologie (IT) stark gefragt. Absolventinnen und Absolventen werden gezielt auf Führungspositionen sowie auf Forschungsvorhaben vorbereitet, um vernetzte Fabriken und Anlagen vor Cyberkriminalität zu schützen. Sie sind in der Lage, umfassende Security-Konzepte in Industrieunternehmen zu entwickeln und umzusetzen.
Besonderheiten
- Labor „Industrielle Sicherheit“: Praktische Schulung an einer vernetzten Automatisierungs- und Steuerungsanlage, an der sicherheitskritische Situationen wie Hackerangriffe simuliert werden.
- Starke Forschungsanbindung: Enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Innovative Sicherheit (THA_innos), der Forschungsgruppe HSA_ops sowie dem Technologie-Transferzentrum Nördlingen.
- Spezialisierung „International“: Seit dem Sommersemester 2025 wird eine rein englischsprachige Vertiefungsrichtung angeboten, die integrierte Deutschkurse bis zum Niveau C1 umfasst.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
Die Zulassungsvoraussetzungen sind der Homepage zu entnehmen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Sommersemester