Überblick
Der Masterstudiengang Psychodynamische Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin verbindet die postgraduale Approbationsausbildung in Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie mit vertiefter wissenschaftlicher Forschung. In der Bundeshauptstadt bietet dieses Studienmodell eine Verzahnung aus praktischer Patientenversorgung und akademischer Weiterqualifikation. Das Angebot richtet sich an Psychologie-Absolventen, die eine fundierte und zugleich verfahrensverbindende therapeutische Ausbildung anstreben.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs behandeln Patientinnen und Patienten mittels Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, indem sie unbewusste Beziehungskonflikte sowie strukturelle Störungen durch gezielte Beziehungsarbeit und emotionale Neuerfahrungen aufarbeiten. Der siebensemestrige Masterstudiengang „Psychodynamische Psychotherapie (M.Sc.)“ an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) verbindet die staatliche Approbationsausbildung nach bisherigem Rechtssystem mit einem akademischen Masterabschluss. Das Angebot richtet sich an Personen mit einem Diplom- oder Masterabschluss in Psychologie, die ihr Erststudium vor dem 1. September 2020 begonnen haben.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum ist wissenschaftlich fundiert aufgebaut und kombiniert theoretische Lehre mit praktischer Anwendung sowie persönlicher Weiterentwicklung. Zu den Kernbereichen gehören:
- Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie: Theoretische und praktische Vermittlung von Behandlungsansätzen zum Verständnis von Symptomen, Beziehungsthemen und Persönlichkeitsfunktionen.
- Verfahrensübergreifende Lehre: Gemeinsame Lehrveranstaltungen mit Studierenden der Verhaltenstherapie und Systemischen Therapie.
- Selbsterfahrung: Umfassender Selbsterfahrungsanteil von 200 Stunden (davon 140 Stunden als Einzelselbsterfahrung bzw. Lehrtherapie) zur Reflexion eigener Beziehungsmuster.
- Praktische Tätigkeit: Klinische Praxisphasen zur direkten Anwendung des gelernten Fachwissens.
Berufsperspektiven
Das Studium qualifiziert für die staatliche Approbationsprüfung zur bzw. zum Psychologischen Psychotherapeut*in mit der Fachkunde für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Die Absolventinnen und Absolventen sind zur eigenständigen Durchführung und Abrechnung von Psychotherapien im ambulanten sowie stationären Rahmen berechtigt. Da die psychodynamischen Verfahren einen Großteil der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland abdecken, eröffnet der Abschluss vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten im Gesundheitssystem.
Besonderheiten
- Auslaufendes Übergangsrecht: Der Studienstart zum Wintersemester 2027/28 ist voraussichtlich die letzte Möglichkeit, diese Approbationsausbildung nach altem Rechtssystem neu zu beginnen (Abschluss regulär bis 2032, in Härtefällen bis 2035 möglich).
- Finanzielles Profil: Den Gesamtkosten von 46.200 € stehen geschätzte Einnahmen aus der praktischen Tätigkeit in Höhe von 51.000 € bis 68.000 € gegenüber.
- Kleine Studiengruppen: Die Kapazität ist auf maximal 20 Teilnehmende pro Jahrgang beschränkt.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Diplom oder Masterabschluss in Psychologie (im Falle des Masters inkl. Bachelor mindestens 300 ECTS-Punkte).
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester