Überblick
Der Kernbereich-Bachelor Geschichtswissenschaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken vermittelt ein umfassendes Verständnis für historische Prozesse von der Antike bis zur Gegenwart. Studierende erlernen das methodische Handwerkszeug der kritischen Quellenanalyse und beleuchten gesellschaftliche Entwicklungen unter Berücksichtigung regionaler sowie europäischer Perspektiven. Das Studium bereitet durch die Vermittlung fundierter Fach- und Recherchekenntnisse auf vielfältige Berufsfelder vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Wie wurden wir zu dem, was wir heute sind? Dieser Frage geht das Fach an der Universität des Saarlandes nach und vermittelt ein vertieftes sowie kritisches Verständnis für die kulturelle Umwelt und gesellschaftliche Entwicklungen. Prägend für den Standort ist neben der Abdeckung dreier Großepochen der besondere Fokus auf die antike Regionalgeschichte des Saarlandes als Teil des ehemaligen Galliens.
Studieninhalte & Module
Vermittelt werden grundlegende fachwissenschaftliche Methoden, Arbeitstechniken sowie die kritische Analyse von Quellen und Forschungstexten. Das Lehrangebot unterteilt sich in folgende Epochen und Themenschwerpunkte:
- Alte Geschichte: Entwicklungen der griechischen und römischen Welt von den ersten schriftlichen Quellen bis zum Ende der Antike sowie keltische und römische Regionalgeschichte.
- Geschichte des Mittelalters: Politischer, sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Wandel (5. bis 15. Jahrhundert), Herrschaftsstrukturen, religiöse Gemeinschaften, Mobilität und die Rolle der Frau.
- Geschichte der Neuzeit: Frühe Neuzeit, Neuere Geschichte und Landesgeschichte (1789–1918, Weimarer Republik, Nationalsozialismus), Europäische Zeitgeschichte (Fokus auf Deutschland, Frankreich, Populärkultur und Sport) sowie Kultur- und Mediengeschichte (Migration, Medien, Grenzräume, Erinnerungskulturen).
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für ein anschließendes Masterstudium oder den direkten Berufseinstieg. Als Quereinsteigende bringen Historikerinnen und Historiker gefragte Kompetenzen in Recherche, Textproduktion und Informationsmanagement ein. Zudem bildet der Bachelorabschluss in der Regel den ersten Schritt für eine spätere Arbeit in Archiven, Bibliotheken und Museen.
Typische Berufsfelder sind:
- Öffentlichkeits- und Kulturarbeit bei staatlichen und privaten Organisationen
- Verlagswesen, Medien- und Dokumentationswesen
- Tourismus und Marketing
Besonderheiten
Praxisnähe wird durch ein verpflichtendes vierwöchiges Praktikum und einen Professionalisierungsbereich (24 CP) gewährleistet, in dem Veranstaltungen zu Digitalen Arbeitswelten, Journalismus, Marketing, Management oder Kultur gewählt werden können. Für die Aufnahme werden Kenntnisse in Latein sowie in zwei modernen Fremdsprachen (darunter Englisch oder Französisch) verlangt; fehlende Lateinkenntnisse können zu Studienbeginn über Sprachkurse nachgeholt werden. Neben dem Kernbereich-Bachelor lässt sich das Fach auch als erweitertes Hauptfach (117 CP) oder Nebenfach (63 CP) im 2-Fächer-Bachelor studieren.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester