Überblick
Der interdisziplinäre Masterstudiengang an der Universität Osnabrück analysiert das Phänomen der Migration sowie interkulturelle Beziehungen aus vielfältigen wissenschaftlichen Perspektiven. Neben theoretischen Grundlagen in Fachbereichen wie Soziologie, Geschichte und Sprachwissenschaft erwerben Studierende praxisnahe Kompetenzen durch ein integriertes Praktikum sowie optionale Auslandsaufenthalte. Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich damit für anspruchsvolle Tätigkeiten in Politik, Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen und internationalen Hilfswerken.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Eine internationale Ausrichtung und die Option auf einen Doppelabschluss im transnationalen „EuMIGs“-Netzwerk zeichnen den Masterstudiengang „Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen“ (IMIB) aus. Aus einer transdisziplinären Perspektive beleuchtet das Programm Phänomene der Migration sowohl als gesellschaftliche Normalität als auch im Kontext von Kontroversen und Konflikten. Die Studierenden analysieren globale Fragestellungen zu Themen wie Flüchtlingsschutz, Diversität, Grenzregimen und Rassismus in einem auf 30 Studienplätze beschränkten Jahrgang mit persönlicher Lernatmosphäre.
Studieninhalte & Module
In den ersten zwei Semestern werden sozial-, geschichts-, rechts- und sprachwissenschaftliche Grundlagen der Migrationsforschung vermittelt sowie methodische Kenntnisse aufgebaut, bevor im weiteren Verlauf eine individuelle Vertiefung erfolgt. Das Lehrangebot umfasst folgende Module:
- Modul 1: Einführung in die Migrationsforschung: Sozial-, geschichts- und rechtswissenschaftliche Grundlagen
- Modul 2: Einführung in die Migrationsforschung: Sprache, Raum und Bildung
- Modul 3: Methoden und Methodologien in der Migrationsforschung
- Modul 4: Diversität in Migrationsgesellschaften
- Modul 5: Migrationsregime
- Modul 6: Empirisches Forschungsprojekt sowie freier Wahlbereich
- Modul 7: Migrationsforschung: Transfer und Dialog (inkl. Ringvorlesung, Praktikum und Exkursion)
- Modul 8: Masterarbeit und Forschungskolloquium
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für vielfältige Aufgaben im nationalen wie internationalen Kontext. Durch die forschungsorientierte Ausrichtung bietet das Masterprogramm zudem eine gezielte Vorbereitung auf eine Promotion und eine spätere Tätigkeit in der Wissenschaft.
Typische Berufsfelder umfassen:
- NGOs und zivilgesellschaftliche Organisationen
- Behörden und öffentliche Verwaltung
- Wissenschaft und Forschung
- Politische Bildungsarbeit
- Medien und Wissenschaftskommunikation
- Internationale Zusammenarbeit
- Private Wirtschaft
Besonderheiten
- EuMIGs Double Degree Option: Möglichkeit zum Erwerb von zwei akademischen Abschlüssen über das transnationale EuMIGs-Netzwerk.
- Praxisbezug: Einbindung eines einmonatigen Praktikums sowie einer Exkursion in den Studienverlauf (Modul 7).
- Partizipation und Prüfungsformate: Studierende können eigene Seminare initiieren und Prüfungen auch als Radiofeature, Ausstellungsbeitrag oder Wissenschaftsblog realisieren.
- Auswahlverfahren: Die Vergabe der 30 Studienplätze berücksichtigt neben der Bachelor-Note auch persönliche Motivation, Praxiserfahrung und zivilgesellschaftliches Engagement.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Bachelor- oder gleichwertiger Abschluss in einer der am Studiengang beteiligten Disziplinen Soziologie, Geschichtswissenschaft, Sprachwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Geographie, Politikwissenschaft, Psychologie, Rechtswissenschaften und Religionswissenschaft sowie in Europäische Studien, Ethnologie und Vergleichende Kulturwissenschaft. Bewerber/-innen müssen darüber hinaus über nachgewiesene Kenntnisse der englischen Sprache auf dem Sprachniveau B1 verfügen und ihre Eignung und Motivation gemäß Zugangsordnung nachweisen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester