Überblick
Der Bachelorstudiengang Altertumswissenschaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken widmet sich der vielseitigen Erforschung der europäischen Antike und Frühgeschichte. Studierende setzen sich tiefgreifend mit historischen Schriften, materiellen Hinterlassenschaften und archäologischen Fundstücken auseinander, um die Wurzeln der modernen Gesellschaft zu ergründen. Eine Besonderheit bildet die flexible Fachkombination sowie die Option einer deutsch-französischen Studienvariante.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolventinnen und Absolventen der Altertumswissenschaften erforschen die materiellen und schriftlichen Ursprünge Europas von der Vor- und Frühgeschichte über die griechische und römische Antike bis zur Spätantike. Der Studiengang an der Universität des Saarlandes zeichnet sich durch die Verknüpfung der vier Disziplinen Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Klassische Philologie und Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie aus. Eine regionale Besonderheit bietet die Einbeziehung der reichhaltigen keltischen und römischen Fundlandschaft des Saarlandes im antiken Gallien.
Studieninhalte & Module
Studierende analysieren historische Text- und Bildquellen sowie archäologische Funde und erwerben die notwendigen Sprachkenntnisse in Latein sowie gegebenenfalls Altgriechisch. Der Studiengang umfasst 180 CP und gliedert sich in zwei individuell wählbare Schwerpunktfächer sowie die Ergänzung der verbleibenden Teilbereiche:
- Erstes Schwerpunktfach (74 CP): Vertieftes Studium eines gewählten Fachbereichs (62 CP) inklusive Bachelor-Arbeit und Kolloquium (12 CP).
- Zweites Schwerpunktfach (50 CP): Ergänzende Spezialisierung in einem zweiten Fachbereich.
- Weitere Studienbereiche (44 CP): Erwerb von Basiswissen in den verbleibenden zwei Fachbereichen (inklusive verpflichtender Einführungsmodule).
- Professionalisierungsbereich (12 CP): Erwerb praxis- und berufsbezogener Kompetenzen.
- Wählbare Fachbereiche: Alte Geschichte (Politik-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte sowie Regionalgeschichte), Klassische Archäologie (Kunst, Zivilisation und Sachkultur von 1500 v. Chr. bis 500 n. Chr.), Klassische Philologie (Latein und Altgriechisch) sowie Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie.
Berufsperspektiven
Ausgebildete Altertumswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bereiten historische Zusammenhänge für die Öffentlichkeit auf, betreuen museumspädagogische Projekte oder wirken an der Erfassung und Sicherung von Bodendenkmälern mit. Je nach gewählter Schwerpunktsetzung eröffnen sich vielfältige Berufsfelder in wissenschaftlichen, kulturellen und medialen Einrichtungen.
- Ausstellungsprojekte und Museumsarbeit
- Bodendenkmalpflege und Ausgrabungswesen
- Kultursektor und Tourismusbranche
- Verlagswesen und Journalismus
- Erwachsenenbildung
Besonderheiten
Praxisphasen bilden einen festen Bestandteil des Qualifikationsprofils. Studierende sammeln in fachspezifischen Praktika direkte Erfahrungen in der Museumsarbeit, der Denkmalpflege und auf Ausgrabungen. Ergänzende Exkursionen zu Antikenmuseen, Baudenkmälern und Ausgrabungsstätten vermitteln historische Zusammenhänge direkt am Objekt.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester