Überblick
Der Bachelorstudiengang Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück am Standort Lingen (Ems) verbindet künstlerische Spielpraxis mit fundierter pädagogischer Vermittlungskompetenz. In kleinen Jahrgangsgruppen von maximal 18 Studierenden entwickeln die Teilnehmenden kreative Ansätze für die kulturelle Bildung und gesellschaftliche Transformationsprozesse. Das siebensemestrige Vollzeitstudium beinhaltet ein integriertes Praxissemester sowie projekteübergreifende Kooperationen an verschiedenen Kulturstandorten.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Kunst, Soziologie und Pädagogik verbindet der Studiengang Theaterpädagogik (B.A.) an der Hochschule Osnabrück (Standort Lingen) eine gesellschaftsreflektierende Theaterpraxis mit akademischer Theorie. Der grundständige Studiengang vermittelt analoge sowie digitale Theatermethoden mit Fokus auf eine diversitätssensible und ökologisch-nachhaltige Haltung. In kleinen Lerngruppen von maximal 18 Studierenden steht eine enge Praxisverzahnung im Mittelpunkt der Ausbildung.
Studieninhalte & Module
Die akademische Qualifizierung bereitet auf die Erforschung, Anwendung und Weiterentwicklung gegenwärtiger Theaterformen und -diskurse vor. Zu den Kernbereichen gehören:
- Performative Bühnentechniken: Praktische Vermittlung von analogen und digitalen Theatermethoden sowie körperorientierten Schauspieltechniken.
- Theaterpädagogische Didaktik: Methoden zur Konzeption, Leitung und Vermittlung von theaterpädagogischen Prozessen in unterschiedlichen Zielgruppen.
- Performative Forschung und Vermittlung: Interdisziplinäre Untersuchung von Schnittstellen zwischen Kunst, Bildung und Gesellschaft im Theorie-Praxis-Transfer.
- Kulturmanagement: Grundlagen in Projektorganisation, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierung und Evaluation für den kulturellen Sektor.
Berufsperspektiven
Absolvierende sind darauf vorbereitet, künstlerisch, konzeptionell und organisatorisch in kulturellen, sozialen und Bildungs-Institutionen zu arbeiten. Sie leiten Theaterprojekte, wirken in der Kulturvermittlung oder setzen theaterpädagogische Methoden in der Personal- und Organisationsentwicklung ein. Typische Arbeitsfelder sind:
- Theater mit nicht-professionellen Spielenden (in Theatern, Schulen, Jugend- und Stadtteilzentren)
- Professionelles Theater und freiberufliche Ensembles
- Kulturvermittlung (z. B. in Theatern und Museen)
- Sozial-pädagogische und soziokulturelle Bildung
- Erwachsenenbildung, Personalentwicklung, Beratung und Moderation in Organisationen
- Soziopolitische Öffentlichkeit (z. B. in NGOs und Initiativen)
- Arbeitskontexte im Bereich Heilung und Pflege
Besonderheiten
Das sieben semestrige Vollzeitstudium beinhaltet ein integriertes Praxissemester, das der praktischen Erprobung und Vernetzung im Berufsfeld dient. Durch die Zulassungsbeschränkung auf 18 Studienplätze wird eine Begleitung in überschaubaren Lerngruppen durch Fachkräfte aus der Theaterpraxis sichergestellt.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt. Voraussetzung für den Zugang zum Studiengang ist gemäß § 18 Abs. 5 NHG eine besondere künstlerische Befähigung sowie eine praktische Tätigkeit von 120 Stunden Dauer in einem für die Theaterpädagogik relevanten Arbeitsfeld. Eine fachlich einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung, fachlich einschlägige praktische Tätigkeiten im Rahmen der beruflichen Ausbildung und andere fachlich einschlägige Tätigkeiten werden ganz oder teilweise angerechnet. Die besondere künstlerische Befähigung wird durch Ablegen einer Prüfung nachgewiesen. Wird eine Hochschulzugangsberechtigung gemäß § 18 Abs.1 Satz 2 NHG nicht nachgewiesen, ist die überragende künstlerische Befähigung nachzuweisen (§ 18 Abs. 5 Satz 1 NHG).
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester