Überblick
Der Masterstudiengang Europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Marburg verknüpft geschichtswissenschaftliche Analysen mit ökonomischen Fragestellungen. Als bundesweites Alleinstellungsmerkmal deckt die Ausbildung gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen von der Antike bis zur Gegenwart im weltweiten Kontext ab. Studierende in Marburg profitieren dabei von der Kombination aus theoretischer Fundierung und der Möglichkeit zur praktischen Ausrichtung.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolventinnen und Absolventen erforschen und analysieren den zeitlichen Wandel menschlicher Wirklichkeit sowie globale wirtschaftliche und soziale Verflechtungen an der Schnittstelle von Geschichte und Wirtschaftswissenschaften. Der weiterführende Master-Studiengang „Europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte“ an der Universität Marburg vermittelt konsequent epochenübergreifend Kenntnisse von der Antike bis in die jüngste Vergangenheit. Dabei werden wirtschaftliche Akkumulationsprozesse, die effiziente Nutzung von Ressourcen sowie der gesellschaftliche Strukturwandel unter Einbeziehung globaler Perspektiven untersucht.
Studieninhalte & Module
Der Studiengang verbindet die Rekonstruktion historischer Komplexität mit wirtschaftswissenschaftlichem Denken in Modellen. Die Inhalte gliedern sich wie folgt:
- 1. Studienjahr (30 LP): Vermittlung von wirtschafts- und sozialhistorischen sowie wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen (über Importmodule) und methodisch-theoretischen Vertiefungen wie dem Fachkolloquium.
- 3. Semester – Individuelles Portfolio (33 LP): Wahl zwischen einem praxisorientierten Studienverlauf (ein bis zwei mehrmonatige Praktika in Unternehmen oder außeruniversitären Einrichtungen) oder einem forschungsorientierten Studienverlauf (Erprobung von Recherche- und Methodenkompetenzen).
- 4. Semester (30 LP): Verfassen der Abschlussarbeit (Masterarbeit) und Disputation.
- Epochenschwerpunkte: Möglichkeit zur Spezialisierung auf Alte Geschichte, Mittelalterliche Geschichte, Neuere/Neueste Geschichte oder ein gleichberechtigtes epochenübergreifendes Studium.
Berufsperspektiven
Die Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für die praxisbezogene sowie wissenschaftliche Forschung in Wirtschaftsunternehmen und außeruniversitären Einrichtungen. Durch die Verknüpfung von wirtschaftswissenschaftlichem Grundwissen und historisch-analytischen Methoden sind sie für Schnittstellenaufgaben gerüstet, die grenzüberschreitende Interaktionen und gesellschaftliche Auswirkungen thematisieren. Der individuell wählbare praxisorientierte Studienverlauf im dritten Semester erleichtert dabei den Übergang in das Berufsfeld.
Besonderheiten
- Bundesweit einzigartig: Konsequent epochenübergreifender Ansatz von der Antike bis zur Gegenwart statt einer Begrenzung auf die industrielle Moderne.
- Globale Perspektive: Einbezug weltweiter Verflechtungen und Wirtschaftszonen (für Antike und Mittelalter mit Fokus auf Europa und den Orient, ab der Neuzeit global).
- Interdisziplinäre Anschlussfähigkeit: Verknüpfung von Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften sowie Schnittstellen zu Politikwissenschaft, Soziologie, Ethnologie und Friedens- und Konfliktforschung.
- Breites Zugangsprofil: Offen für Bachelor-Absolventen der Geschichte, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften sowie Kulturwissenschaften.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
http://www.uni-marburg.de/studium/studienangebot/master/m-euwiso
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester