Überblick
Der siebensemestrige Bachelorstudiengang Ergotherapie an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena kombiniert eine fundierte akademische Ausbildung direkt mit der staatlichen Berufsqualifikation. Am Hochschulstandort Jena erlernen Studierende, wie Menschen durch gezielte therapeutische Maßnahmen zu mehr Selbstständigkeit und sozialer Teilhabe im Alltag verholfen werden kann. Neben theoretischem Fachwissen profitieren die Lernenden von einer stark interdisziplinären Vernetzung innerhalb des Fachbereichs Gesundheit und Pflege.
Studieninhalte
Alleinstellungsmerkmal: Der Studiengang Ergotherapie (B.Sc.) an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zeichnet sich als primärqualifizierender Studiengang aus, der die akademische Ausbildung und die staatliche Berufszulassung direkt an der Hochschule vereint und eine durchgängige interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen weiteren Gesundheitsstudiengängen des Fachbereichs bietet.
Über den Studiengang
Der siebensemestrige Bachelorstudiengang vermittelt wissenschaftliche sowie praktische Kompetenzen, um Menschen zu unterstützen, deren Alltagsbewältigung durch Krankheiten, Unfälle oder Krisen beeinträchtigt ist. Die Ausbildung umfasst 210 ECTS-Punkte und gliedert sich in zwei Studienabschnitte, wobei die Praxisphasen direkt von der Hochschule organisiert werden. Nach dem staatlichen Examen im sechsten Semester schließt das Studium im siebten Semester mit der Bachelor-Thesis und dem akademischen Grad Bachelor of Science ab.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum deckt theoretische, medizinische und praktische Schwerpunkte ab:
- Ergotherapie-Theorie und Betätigungsorientierung (37 %): Grundlagen der menschlichen Betätigung, Ergotherapie als komplexe Intervention, Salutogenese sowie Occupational Science.
- Praktische Ausbildung (27 %): Vier integrierte Praxismodule in regionalen Kooperationseinrichtungen.
- Biowissenschaftliche und medizinische Grundlagen (15 %): Fundierte medizinische Basiskenntnisse für die therapeutische Arbeit.
- Soziale Teilhabe & Aktivitäten des täglichen Lebens (14 %): Förderung von Alltagskompetenzen, Inklusion, technologische Ansätze sowie palliative und chronische Versorgung.
- Wirtschaft, Recht & Sozialwissenschaften (7 %): Sozialwissenschaftliche Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen und Aspekte der Gesundheitsversorgung.
- Wissenschaftliches Arbeiten: Module zur evidenzbasierten Praxis ("Gesundheitsversorgung wissenschaftlich begründen, reflektieren und bewerten") sowie die abschließende Bachelor-Thesis.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen steht die direkte Patientenversorgung in stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen wie Kliniken, Reha-Zentren, Pflegeheimen oder Praxen offen. Neben therapeutischen und beratenden Aufgaben im Kontext von Inklusion eröffnen sich Karrierewege in der Verwaltung (z. B. bei Krankenkassen), in der Lehre an Schulen und Hochschulen oder in der Industrie im Bereich Arbeitsplatzergonomie. Das Studium bietet damit eine Qualifikation für dynamische und zukunftssichere Arbeitsfelder im Gesundheits- und Sozialwesen.
Besonderheiten
- Interdisziplinarität: Zusammenarbeit aller fünf primärqualifizierenden Studiengänge des Fachbereichs Gesundheit und Pflege in intercurricular angelegten Modulen.
- SkillsLab: Praxisnahe Vorbereitung und praktische Übungen in simulierten Settings im hochmodernen SkillsLab.
- Organisierte Praktika: Keinerlei Aufwand bei der Eigenorganisation der Praxisplätze, da diese in und um Jena (Umkreis 60 km) bereitgestellt werden.
- Evidence-Based Practice: Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse in die therapeutische Praxis durch projektbasierte Lernformen.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife.
Zugelassen werden kann, wer über eine ärztliche Bescheinigung der Berufseignung verfügt.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester