Überblick
An der Ernst-Abbe-Hochschule Jena vereint der Bachelorstudiengang Rettungswesen und Notfallversorgung eine fundierte akademische Qualifikation mit der staatlichen Berufszulassung zum Notfallsanitäter. Über eine Studiendauer von acht Semestern erlangen die Studierenden umfassende Kenntnisse in der präklinischen Erstversorgung sowie in den relevanten Bezugswissenschaften. Die Kombination aus wissenschaftlicher Theorie und intensiven Einsätzen im Rettungsdienst sowie im Krankenhaus bereitet zielgerichtet auf komplexe Aufgaben im Gesundheitswesen vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Notfallmedizin, Bezugswissenschaften und Management qualifiziert der Studiengang „Rettungswesen und Notfallversorgung“ an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena für die Notfallversorgung. Das achtsemestrige, ausbildungsintegrierende Studium (240 ECTS) verbindet den Erwerb des akademischen Grades Bachelor of Science direkt mit dem Berufsabschluss zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter. Nach dem sechsten Semester schließt der erste Studienabschnitt mit der staatlichen Berufszulassungsprüfung ab, bevor im zweiten Abschnitt die wissenschaftliche Vertiefung und die Bachelorarbeit folgen.
Studieninhalte & Module
Die Studieninhalte gliedern sich in theoretische Grundlagen, Praxisphasen und wissenschaftliche Methoden. Zu den Kernmodulen zählen:
- Präklinische und klinische Notfallversorgung: Erst- und Notfallversorgung, Versorgungsalgorithmen, Einsatzkonzepte sowie Intensiv- und Notfallmedizin.
- Biomedizinische und medizinische Grundlagen: Biowissenschaftliche Basiskenntnisse und komplexes Fallverstehen zur Konsolidierung beruflicher Handlungskompetenz.
- Bezugswissenschaftliche Grundlagen: Sozial- und Psychosozialwissenschaften sowie Wirtschaft und Recht im Rettungswesen.
- Rettungswissenschaft und Gesundheitsversorgung: Wissenschaftliche Begründung und Reflexion der Gesundheitsversorgung, Rettungswissenschaften und Health Literacy (Gesundheitskompetenzen).
- Praxismodule: Sechs Praxisphasen in Kooperativeinrichtungen mit 1.960 Stunden auf Lehrrettungswachen und 720 Stunden im Krankenhaus sowie Übungen im Skills Lab.
Berufsperspektiven
Neben der direkten medizinischen Notfallpatientenversorgung im Rettungsdienst befähigt der Abschluss zur Übernahme von Führungs- und Leitungsaufgaben in interprofessionellen Teams. Zudem eröffnen sich Tätigkeitsfelder im Qualitätsmanagement, wie etwa die Entwicklung von Algorithmen, Leitlinien und die Optimierung von Versorgungsstrukturen. Weitere Karrierechancen bieten sich im Gesundheitsmanagement, in der Präventionsarbeit sowie in Forschung und Lehre.
Besonderheiten
Der Studiengang ist primärqualifizierend aufgebaut, sodass akademische Ausbildung und berufliche Zulassung eng miteinander verzahnt sind. Zudem verfolgt das Studium einen interdisziplinären Ansatz, der den aktiven Austausch mit anderen Gesundheitsfachberufen und technischen Fachbereichen fördert.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
- Allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. - Zulassungsbeschränkter Studiengang - NC-Numerus Clausus - Ärztliche Bescheinigung über die Berufseignung - Ein Führungszeugnis (ohne Eintrag und nicht älter als drei Monate) - Führerschein Klasse C1 wünschenswert
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester