Überblick
An der Leibniz Universität Hannover bereitet der 2-Fächer-Bachelor Sonderpädagogik auf die professionelle Unterstützung von Menschen mit spezifischen Förderbedarfen und Entwicklungsbeeinträchtigungen vor. Studierende lernen, individuelle Lern- und Lebenslagen fundiert zu analysieren sowie gezielte Förder- und Beratungsangebote zu gestalten. Die Verknüpfung von sonderpädagogischen Kernkompetenzen mit einem frei wählbaren Zweitfach eröffnet flexible Perspektiven im schulischen und außerschulischen Bereich.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen klären im Einzelfall, an welchem Ort die bestmögliche Förderung für Menschen in erschwerten Lebenslagen oder mit spezifischen Beeinträchtigungen gewährleistet werden kann, koordinieren entsprechende Maßnahmen und führen diese selbst durch. Der grundständige 2-Fächer-Bachelorstudiengang an der Leibniz Universität Hannover umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und vermittelt wissenschaftliche Grundlagen für die Unterrichts-, Förder-, Beratungs- und Therapietätigkeit in inklusiven sowie spezialisierten Einrichtungen. Für die Aufarbeitung individueller Problemlagen werden dabei auch Erkenntnisse aus Soziologie, Psychologie, Medizin und Sprachwissenschaft herangezogen.
Studieninhalte & Module
Das Studium setzt sich aus dem Erstfach Sonderpädagogik (115–120 LP), einem wählbaren Zweitfach (30 LP) sowie einem Professionalisierungsbereich (30 LP) inklusive schulischer und außerschulischer Praktika zusammen. Die zentralen Inhalte gliedern sich in folgende Bereiche:
- Basismodule: Grundlagen sonderpädagogischer Arbeitsfelder und Gegenstandsbereich der Sonderpädagogik
- Erwerb sonderpädagogischer Grundqualifikationen: Kenntnisse zu und Erkennen von Beeinträchtigungen (z. B. in den Bereichen Sprache, Lernen, Verhalten oder geistige Entwicklung)
- Analyse des pädagogischen Falls: Befähigung zur Beurteilung, Aneignung und Anwendung fachdienlichen Wissens
- Förder- und Praxisqualifikation: Reflektierte Verwendung von Förderkonzepten und Kooperation in spezifischen Handlungsfeldern
- Aufbau- und Vertiefungsmodule: Profilbildende Studienschwerpunkte im höheren Studienverlauf
- Professionalisierungsbereich: Allgemeine Erziehungswissenschaft in Kombination mit Soziologie oder Psychologie
Berufsperspektiven
Der Bachelorabschluss ist berufsqualifizierend und eröffnet außerschulische Tätigkeitsfelder in der Frühförderung, der vorschulischen Sprachförderung, der Beratung sowie der Behinderten-, Integrations- und Familienhilfe. Ebenso ist eine unterstützende pädagogische Tätigkeit an Regel- oder Förderschulen möglich. Zudem bildet der Abschluss die Voraussetzung für weiterführende Masterstudiengänge, etwa für das Lehramt für Sonderpädagogik (M.Ed.) oder den Studiengang Sonderpädagogik und Rehabilitationswissenschaften (M.A.).
Besonderheiten
Zwingende Zugangsvoraussetzung für die Immatrikulation ist der Nachweis eines vierwöchigen sonderpädagogischen Vorpraktikums oder einer vergleichbaren praktischen Tätigkeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Bei der Wahl der Zweitfächer Kunst, Musik oder Sport ist das Bestehen einer gesonderten Zugangsprüfung zur Feststellung der Eignung erforderlich. Der Studiengang Sonderpädagogik sowie mehrere wählbare Zweitfächer sind zulassungsbeschränkt.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen finden Sie in der Zugangsordnung des Studiengangs: http://www.uni-hannover.de/zugangsordnung
Ein Vorpraktikum ist erforderlich, Informationen unter http://www.uni-hannover.de/de/studium/immatrikulation/bewerbung/hinweise/vorpraktikum/index.php
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester