Überblick
An der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen kombiniert der Bachelorstudiengang Klimaschutz, Umwelt- und Sicherheitsingenieurwesen naturwissenschaftliche Grundlagen mit ingenieursmäßigen Lösungsansätzen zum Schutz von Mensch und Natur. Studierende lernen, technische Verfahren zur Emissionsminderung, Abfallverwertung und Ressourcenschonung zu entwickeln sowie umzusetzen. Die Ausbildung bereitet gezielt auf zukunftsorientierte Aufgaben im Umwelt- und Arbeitsschutz sowie im betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagement vor.
Studieninhalte
In der Praxis entwickeln, optimieren und überwachen Absolventinnen und Absolventen technische Verfahren sowie Konzepte zur Minimierung negativer Umwelteinflüsse – beispielsweise in der Arbeitssicherheit, im ökologischen Gewässerschutz oder bei der Umsetzung von Klimaschutzprojekten.
Über den Studiengang
Der grundständige Studiengang Klimaschutz, Umwelt- und Sicherheitsingenieurwesen (B.Sc.) an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen vermittelt ingenieur- und naturwissenschaftliche Kenntnisse zum Schutz von Mensch und Umwelt. Das zulassungsfreie Vollzeitstudium hat eine Regelstudienzeit von 7 Semestern und schließt mit dem Bachelor of Science ab.
Studieninhalte & Module
Das Studium verbindet die Lehre im Hörsaal mit praktischer Arbeit im Labor, in der Natur und an großtechnischen Anlagen. Zu den Kernmodulen zählen:
- Naturwissenschaftliche Grundlagen: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Statistik
- Klimaschutz: Grundlagen und Auswirkungen des Klimawandels, Strategien des Klimaschutzes, Anpassung an den Klimawandel
- Ingenieurwissenschaften: Verfahrenstechnik und CAD, Strömungslehre und Technische Thermodynamik, Werkstoffkunde und Festigkeitslehre, Prozessanalytik
- Umwelt- und Sicherheitstechnik: Umweltchemie und -analytik, Mikrobiologie, Immissionsschutz, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft, Allgemeine Ökologie und Arbeitssicherheit
- Recht & Management: Verwaltungs- und Umweltrecht, Managementsysteme
- Praxisphase: Projektarbeit, Berufspraktische Phase und Bachelorarbeit mit Kolloquium im 7. Semester
Berufsperspektiven
Absolventen arbeiten branchenübergreifend als EHS-Ingenieure (Environment, Health and Safety) in Stabsabteilungen von Industrieunternehmen, in Ingenieurbüros oder in Fachbehörden. Ihre Tätigkeiten umfassen etwa die Auslegung von Wasseraufbereitungsanlagen, die Konzeption von Filteranlagen zur Emissionsminderung oder die Optimierung von Stoffkreisläufen. Nach dem Abschluss besteht die Möglichkeit zur Bewerbung für den konsekutiven Masterstudiengang an der THM.
Besonderheiten
- Hinweis zur Einstellung: Der Studiengang wird ab dem Wintersemester 2026/2027 für die Neuaufnahme im ersten Fachsemester geschlossen.
- Zusatzqualifikationen: Während des Studiums können Fachkundenachweise als Gewässerschutzbeauftragter, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Probenehmer nach Trinkwasserverordnung erworben werden.
- Studienvariante „GettING Started“: Bietet durch eine Reduzierung der Modulanzahl in den ersten Semestern eine Streckung der Regelstudienzeit um zwei Semester.
- Praxis & Forschung: Teambildendes Planspiel zu Studienbeginn sowie die Option zur Mitarbeit in Forschungsprojekten.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Direkte Einschreibung ohne vorherige Bewerbung möglich.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester