Überblick
An der Universität Göttingen beleuchtet der 2-Fächer-Bachelor Ethnologie die vielfältigen kulturellen und sozialen Lebensformen von Menschen weltweit. Studierende hinterfragen Alltagspraktiken sowie globale Zukunftsfragen und kombinieren dieses kulturwissenschaftliche Fach mit einem zweiten Studiengang. Die Ausbildung im niedersächsischen Göttingen schärft somit gezielt den Blick für internationale Zusammenhänge und interkulturelles Verständnis.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Ob in der interkulturellen Beratung, in der Entwicklungszusammenarbeit oder im Museumswesen: Der 2-Fächer-Bachelorstudiengang Ethnologie an der Universität Göttingen qualifiziert für vielfältige Berufsfelder an der Schnittstelle von Kultur und Gesellschaft. Als Sozial- und Kulturwissenschaft untersucht das Studium weltweite Lebensweisen, kulturelle Ausdrucksformen sowie den historischen und gegenwärtigen Wandel lokaler Lebenswelten. Das zulassungsfreie Studium umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und kann jeweils zum Wintersemester begonnen werden.
Studieninhalte & Module
Das Studium führt in die theoretischen Grundlagen, fachgeschichtlichen Entwicklungen und empirischen Forschungsmethoden der Ethnologie ein. Die zentralen Inhalte gliedern sich wie folgt:
- Thematische Schwerpunkte: Dynamiken von Flucht und Migration, Klimawandel, Mensch-Umwelt-Beziehungen, Identitätspolitiken, Praktiken der Ungleichheit, islamisch geprägte Gesellschaften, nachhaltige Entwicklung sowie Prozesse der Dekolonialisierung.
- Museumsethnologie: Vertiefung in Objektforschung, Ausstellungsgestaltung und Sammlungsmanagement.
- Regionale Vertiefungen: Fokus auf die Großregionen Afrika (Nord-, West- und Ostafrika), Südostasien und Ozeanien sowie Angebote zu Südasien, Südamerika und der Karibik.
- Methoden und Praxis: Vermittlung von Kenntnissen in ethnologischer Feldforschung, Datenerhebung und praxisorientierten Arbeitsfeldern.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für den direkten Einstieg in den Arbeitsmarkt oder für ein weiterführendes Master-Studium. Tätigkeitsfelder bieten sich in der interkulturellen Beratung und Mediation bei Ämtern und Verbänden, in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie in der Entwicklungszusammenarbeit. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten liegen im ethnologischen Museums- und Ausstellungswesen oder in der Menschenrechtsarbeit.
Besonderheiten
- Eigene Sammlung: Das Institut verfügt über eine international renommierte Ethnologische Sammlung, die direkt in die Lehre eingebunden ist.
- Praxis- und Auslandsbezug: Möglichkeiten für ethnologische Praktika, Forschungsübungen und Auslandssemester an Partneruniversitäten (z. B. in Tansania, Indien, Thailand, Indonesien oder den Philippinen).
- Erweitertes Regionalangebot: Kooperationen mit dem Zentrum für moderne Indienstudien sowie der Universität Hannover (für Südamerika und die Karibik).
- Zulassung: Der Studiengang ist zulassungsfrei und erfordert keine vorherige Bewerbung.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester