Überblick
An der Universität Heidelberg vermittelt der Bachelorstudiengang Ethnologie tiefe Einblicke in die Vielfalt menschlicher Gesellschaften und kultureller Dynamiken. Die Studierenden setzen sich am Standort Heidelberg intensiv mit globalen Lebensweisen, Alltagspraktiken sowie transkulturellen Transformationsprozessen auseinander. Durch flexibel wählbare Fachanteile lässt sich das Studium individuell gestalten und hervorragend mit weiteren Fachdisziplinen kombinieren.
Studieninhalte
Wie lassen sich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede menschlicher Lebens- und Denkweisen aus der Sicht der Akteure verstehen und beschreiben?
Über den Studiengang
Der Bachelorstudiengang Ethnologie an der Universität Heidelberg ist eine beschreibende, theoretisch orientierte und vergleichende Kultur- und Sozialwissenschaft. Das Fach verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um dynamische gesellschaftliche Prozesse, Sinnstiftungen und Handlungskontexte im interkulturellen Vergleich zu analysieren. Der Fokus liegt dabei auf der Erforschung von Wechselwirkungen innerhalb kultureller Dynamiken sowie transkultureller Prozesse.
Studieninhalte & Module
Das Studium verbindet theoretische Konzepte mit regionalen Schwerpunkten und empirischen Forschungsmethoden:
- Regionale Schwerpunkte: Südasien, Südostasien und Ozeanien
- Thematische Schwerpunkte: Ritual- und Performanzforschung, Medizinethnologie, Medienethnologie sowie Politische Ökologie (Environment)
- Weitere Vertiefungen: Kulturelle Identität, Interkulturelle Ethik, Sozialstruktur, Wirtschaft und Tausch, Migration und Urbanisierung sowie Transkulturalität
- Methodische Grundlagen: Langfristige empirische Feldforschung vor Ort und teilnehmende Beobachtung des Alltagslebens
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen der Ethnologie steht ein breit gefächertes Betätigungsfeld in der Wissenschaft, in Museen, im freien Ausstellungswesen sowie im Kulturmanagement und Medienbereich offen. Zudem finden sie Beschäftigung in internationalen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, der Friedensarbeit, der Organisations- und Marktforschung sowie im User-Oriented-Product-Design. Weitere Einsatzbereiche bieten die interkulturelle Bildungsarbeit, die Kulturmediation, die Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie das Gesundheitswesen.
Besonderheiten
- Ergänzendes Lehr- und Sprachangebot: Nutzung von Veranstaltungen des Südasien-Instituts und des Karl Jaspers Zentrums für Transkulturelle Forschung sowie Sprachkurse in Bahasa Indonesia, Thai oder Hindi über das Zentrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (CATS) und das Zentrale Sprachlabor.
- Internationale Netzwerke: Austauschprogramme mit der Universitas Gadjah Mada in Yogyakarta (Indonesien) und 13 Partneruniversitäten über das ERASMUS-Programm.
- Praxis- und Forschungsanbindung: Unterstützung durch das eigene Praktikumsbüro des Instituts, Kooperation mit dem Völkerkundemuseum Heidelberg sowie Einbindung in interdisziplinäre Forschungsprojekte (z. B. Sonderforschungsbereich „Materiale Textkulturen“).
- Studienvarianten: Der Studiengang ist als Bachelor mit einem Fachanteil von 25 %, 50 % oder 75 % wählbar.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
siehe Zulassungsordnung
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester