Überblick
Der Bachelorstudiengang Berufliche und Betriebliche Bildung mit den Schwerpunkten Elektrotechnik oder Metalltechnik an der Justus-Liebig-Universität Gießen bereitet gezielt auf eine spätere Tätigkeit im beruflichen Schulwesen vor. In Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen verbinden Studierende am Standort Gießen fachwissenschaftliche Ingenieurinhalte mit Pädagogik sowie einem allgemeinbildenden Unterrichtsfach. Das sechsemestrige Studium schafft das wissenschaftliche Fundament für den anschließenden Masterabschluss und den Weg ins Lehramt.
Studieninhalte
Alleinstellungsmerkmal: Dieser Studiengang kombiniert eine universitär-pädagogische Ausbildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit einer hochgradig fachspezifischen technischen Ausbildung in Elektrotechnik oder Metalltechnik an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und führt über ein gestuftes Bachelor-/Mastersystem zum beruflichen Lehramt.
Über den Studiengang
Der zulassungsfreie Bachelorstudiengang „Berufliche und Betriebliche Bildung“ (B.Ed.) an der Universität Gießen umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern (180 CP) und wird im Wintersemester begonnen. Er bereitet systematisch auf das Berufsziel Lehramt an beruflichen Schulen sowie auf Aufgaben in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung vor. Die Studierenden kombinieren eine technische Fachrichtung mit einem frei wählbaren allgemeinbildenden Unterrichtsfach und bildungswissenschaftlichen Inhalten.
Studieninhalte & Module
- Berufliche Fachrichtung: Elektrotechnik oder Metalltechnik (in Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen – THM)
- Allgemeinbildendes Unterrichtsfach: Ein Fach aus dem Angebot für das Lehramt an Gymnasien (z. B. Mathematik, Physik, Informatik, Chemie, Biologie, Deutsch, Englisch, Politik und Wirtschaft, Sport u. a.)
- Berufs- und Wirtschaftspädagogik: Erarbeitung von arbeits-, berufs- und wirtschaftspädagogischen Inhalten sowie erziehungswissenschaftlichen Grundlagen
- Bildungswissenschaften: Module aus den Bereichen Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaft
- Praxiselemente: Integration von berufs- und schulpraktischen Studien
Berufsperspektiven
Der Bachelorabschluss bildet den ersten Baustein für das Lehramt an beruflichen Schulen und qualifiziert für den aufbauenden Masterstudiengang (M.Ed.). Erst der Masterabschluss ist der Ersten Staatsprüfung gleichgestellt und berechtigt zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) für das Unterrichtsamt an beruflichen Schulen und beruflichen Gymnasien. Zudem eröffnen sich Beschäftigungsfelder in der betrieblichen Bildungsarbeit, Weiterbildung und außerschulischen Berufsbildung.
Besonderheiten
Eine zentrale Besonderheit liegt in der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit: Die fachwissenschaftlichen Inhalte der Ingenieurdisziplinen Elektrotechnik und Metalltechnik werden direkt an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) studiert. Zudem entspricht der Aufbau den Vorgaben des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes (HLbG), wodurch eine nahtlose Gleichstellung des anschließenden Masters mit dem Staatsexamen gewährleistet wird.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
1.) Für die Studiengänge "Berufliche und Betriebliche Bildung" ist ein Berufsfeldpraktikum verpflichtend, das in der Regel als zusammenhängendes Blockpraktikum bis zur Einschreibung durchgeführt wird. Das Berufsfeldpraktikum umfasst eine 52-wöchige einschlägige berufsfeldbezogene fachpraktische Tätigkeit in Vollzeit. Der vollständige Nachweis ist bis spätestens zur Anmeldung der Bachelor-Thesis zu erbringen. Einschlägige abgeschlossene Berufsausbildungen werden anerkannt.
2.) Für die Unterrichtsfächer Englisch, Französisch, Spanisch, Katholische Religion, Evangelische Religion und Geschichte sind bestimmte Sprachkenntnisse vor der Einschreibung (und teilweise auch zu bestimmten Zeitpunkten im Studium) nachzuweisen. Für das Unterrichtsfach Sport muss vor der Einschreibung eine Eignungsprüfung bestanden werden.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Sommersemester