Überblick
Der Studiengang Dolmetschen: Deutsche Gebärdensprache - Deutsch an der Universität zu Köln bildet angehende Sprachmittler für die barrierefreie Kommunikation aus. Während des siebensemestrigen Studiums erlernen die Studierenden die professionelle Übersetzung zwischen visueller und gesprochener Sprache. Dabei werden fundierte wissenschaftliche Grundlagen mit einer intensiven Sprachpraxis verknüpft.
Studieninhalte
Karriereziel: Als Gebärdensprachdolmetscher:in ermöglichen Absolvent:innen die barrierefreie Kommunikation zwischen hörenden und tauben Menschen – etwa freiberuflich oder in festen Anstellungen bei Hochschulen, Gehörlosenverbänden, Beratungsstellen und Kliniken.
Über den Studiengang
Der Ein-Fach-Bachelorstudiengang „Dolmetschen: Deutsche Gebärdensprache - Deutsch“ an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln basiert auf den Fachdisziplinen Translationswissenschaft, Linguistik und Deaf Studies. Das zulassungsbeschränkte Studium umfasst eine Regelstudienzeit von 7 Semestern (210 ECTS) und beginnt jeweils zum Wintersemester. Es vermittelt alle notwendigen fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen für den professionellen Einsatz im Arbeitsfeld Dolmetschen Deutsch – Deutsche Gebärdensprache (DGS).
Studieninhalte & Module
Die Inhalte des Studiengangs sind in folgende Kernmodule gegliedert:
- Basismodule (93 LP): Aufbau von DGS-Kompetenzen (DGS I–III), Einführung in das Dolmetschen I & II, Deaf & Diversity Studies, Linguistische Grundlagen und sprachliches Wissen, Lebenswelten tauber Menschen I sowie Forschungsmethoden.
- Aufbaumodule (57 LP): Ausbau der DGS-Kenntnisse (DGS IV), Theorie und Praxis des Dolmetschens, Diskurskompetenz, DGS Diskurstechniken I & II sowie Simultan Voicen und Simultan Signen.
- Schwerpunktmodule (24 LP): Vertiefung in Sprache und Kognition, Settingspezifische Dolmetschkompetenz und Lebenswelten tauber Menschen II.
- Weitere Bereiche: Hospitations- & Dolmetschpraktikum (12 LP), Studium Integrale (12 LP) sowie die Bachelorarbeit (12 LP).
Berufsperspektiven
Die Absolvent:innen arbeiten in der Regel freiberuflich, nutzen jedoch auch zunehmend Festanstellungen an Hochschulen, Beratungsstellen, Kliniken mit tauben Patient:innen oder bei Gehörlosenverbänden. Da der Bedarf an Gebärdensprachdolmetscher:innen stetig steigt, steht einer geringen Anzahl qualifizierter Personen ein hohes Nachfragepotenzial gegenüber. Zudem besteht im Anschluss an den Bachelor die Option, Masterstudiengänge wie den M.A. Rehabilitationswissenschaften an der Fakultät zu absolvieren.
Besonderheiten
Ein besonderer Bestandteil ist das „Service Learning“-Konzept im Aufbaumodul 4. Hierbei hospitieren die Studierenden in unterschiedlichen Einrichtungen und sammeln wertvolle praktische Erfahrungen direkt innerhalb der Deaf Community.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester